Fern vom Haus der Günstlinge

Gedicht

von  Wastl

In der Gruft, 

in der Schurken ihre ewige Wohnung nehmen, 

tummeln sich bleiche Sklaven 

um das finstere Herz ihres Herrn. 

Starre Finger heben Leichentücher, 

schwer wie Blei, 

und singen lüstern von trüben Lüften, 

die wie Dämonen in Tollheit geboren 

sich Eingang verschaffen 

in die Leiber der Menschengeister. 

Tausend Gifte hallen wider 

in den sterbenden Herzen, 

tränentot.


Möchtest Du einen Kommentar abgeben?
Diesen Text kommentieren
Zur Zeit online: