Besuch in der Bibliothek(3)

Erzählung

von  Imitologiker

xx


Die Bibliothek Besuch NR. 3

In der Bibliothek war es angenehm. Noch schickte die Sonne ihre warmen Strahlen golden durch das Fenster. Ihr Licht erhellte die Tischplatte, die Leselampe blieb ungenutzt.

Mit meiner Hand streifte ich über die alten Bücherrücken. Etwas stoppte meine Hand. Ich zog den Lederband heraus und setzte mich so, dass das Abendlicht auf das Buch fiel. Auf dem Deckel sah ich Schriftzeichen die ich nicht kannte.

Ich schlug den  Deckel auf. Er war ungewöhnlich fest. Die folgende Seite war weißes Pergament sie hatte sich verklebt. 

Vorsichtig ohne  etwas zu beschädigen griff ich beherzt in die Mitte des ersten Pergaments. Hielt die Folgeseite zwischen  Daumen und Zeigefinger. Vorsichtig! Langsam zog ich an dem Dekblatt.
Stückchen für Stückchen gab das Papier nach. Ich durfte nicht zu hastig sein. Dann hing alles an eine kleinen Stelle . Ich schüttelte beide Seiten. Langsam, ganz langsam. Vorsicht, Vorsicht! Nicht übereifrig werden.
Dann war das Deckblatt frei. Ich traute meinen Augen nicht. Zusammengepresst ein Falter. Beide Flügel sorgfältig ausgezogen. Man konnte die Verästelung der Adern deutlich erkennen. Auch die Fühler waren gut erhalten.
Wie alt mochte das Tier sein. Und so gut erhalten. Jetzt sah ich es, es war nicht wie ich irrtümlich annahm Pergament. Deutlich ließen sich Webfäden Schuß und Kette erkennen. Ging man dichter heran hatte man ein Webmuster vor sich.

Wie konnte das sein so dünne Fäden, das erforderte ein gutes Auge . Es schien als hätte man den Falter bewußt zwischen die beiden Seiten gelegt. Ein sehr altes Herbarium. Um den Falter herum waren sehr akkurate Schriftzeichen, die Tinte war noch gut erhalten, wahrscheinlich durch die Holzkohle die man früheren Schriften beigemischt hatte.

Erst jetzt bemerkte ich die Ausbuchtung der ersten Seite. Das Objekt war nicht zwischen die Seiten gequetscht, sondern die Seiten waren zu einer Mulde geformt.  ‎
Sorgfältig betrachtete ich den Falter. Ich reichte ihn zu dir. Wir staunten beide. Keiner sprach.

Wir schoben den Folianten unter den Sonnenlicht- Kegel um sie genauer zu betrachten.
"Oh" entfuhr es uns. So erstaunt waren wir. Wie konnte das möglich sein. Nach so vielen Jahren. Wunderschön aus verschiedenen Blickwinkeln immmer wieder andere Farben und Kombinationen. Wie bei einem Kaleidoskop, das ich früher einmal hatte und das immer wieder neue Muster zeigte wenn man es schüttelte. Wir waren fasziniert wir staunten.

"Das muss eine Licht - Motte sein."



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