nichts bleibt
wo es war.
der morgen
zieht seine schuhe an
und geht.
selbst das licht
hat eine abfahrtszeit,
nur die sonne
sagt sie uns nicht.
wir zählen
die tage nicht,
wir legen sie
nebeneinander
wie steine
und wundern uns,
wenn einer fehlt.
ein baum verliert
sein grün
nicht auf einmal.
erst ein blatt,
dann noch eines,
bis der himmel
wieder sichtbar wird.
auch erinnerung
kennt diese kunst:
sie lässt etwas los
und behält
den abdruck.
nichts ist unendlich.
aber vielleicht
ist das nicht
das traurige daran.
vielleicht bedeutet endlich
nur,
dass wir
genauer hinsehen müssen,
solange
es noch da ist.