manche
stellen die tasse
an denselben platz
wie gestern
wischen
den tisch ab
gießen die blumen
als wäre nichts geschehen
andere
lassen die tage
offen stehen
wie fenster
im regen
sie vergessen
zu essen
oder die schuhe
zuzubinden
einer spricht
ununterbrochen
von dem, was war
als könne die stimme
eine brücke bauen
über etwas
das längst
kein ufer mehr hat
eine andere
schweigt
so sorgfältig
als müsse sie
jedes wort
erst durch die hände
gleiten lassen
und manche
lachen plötzlich
zu laut
über eine kleinigkeit
erschrecken dann selbst
über das licht
in ihrem gesicht
die trauer
kennt viele stimmen
und manchmal
gar keine
sie sitzt
in ordentlichen schubladen
oder verstreut
sich über den ganzen boden
wir erkennen einander
nicht immer daran
wie wir weinen
sondern daran
wie wir versuchen
weiterzugehen
Durch Moppel und Aaron angeregt!