Grammatik

Sonett

von  Quoth

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Wie schmucklos sie, von Tüchern nur umwunden, 
dem Kleinen beibiegt Richtigkeit und Form, 
beflissen hat er D und F gefunden, 
und neigt das Köpfchen der grammat'schen Norm. 
O, das ist Quoth, der frohe, kleine Quoth, 
dem man die Linke, als er schreiben lernte, 
mit einer Kette an den Stuhl festschloss, 
ihm so verweigernd seines Linksseins Ernte. 
"Gebrannte Asche" nannte sie den Zweig, 
den Rücken ihm damit nach gusto gerbend, 
ihn knetend und gestaltend wie Brotteig, 
ihm Fülle von Struktur zugleich vererbend. 
     Ich hasse sie, die meisterlichen Zwänge, 
     und bin doch sicher: Uns gebrichts an Strenge.



A me principia, et magnarum exordia rerum 
Sumuntur, doctas hinc fit progressus ad artes. 

Ich bestimme Grundsätze und Struktur großer Dinge, 
Von mir aus schreitet man fort zu den gelehrten Künsten. 




Anmerkung von Quoth:

Jetzt erlaube ich mir, Euch noch mit den sieben freien "artes liberales" zu langweilen, auf die ich um 2004 unter dem Eindruck der Ausstellung "Der Lauf der Welt" Sonnets verfasste. Vollständigkeitshalber füge ich hier auch die lateinischen Texte unter den Stichen von Cornelis Drebbel nach Hendrick Goltzius hinzu.

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