Mars

Sonett

von  Quoth

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Wenn Fahnen wehen, Spieße wehrhaft starren,
wenn Kriegsglück auf des Schwertes Schneide steht,
dann mag ich friedfertig nicht länger harren,
stürz ins Getümmel mich, und wenn er fleht,
der hingemachte Feind um Gnad' und Milde,
so ist's in meinen Ohren wie Musik,
denn auch in mir ist jenes wütend Wilde,
das sich ergötzt an Schlächterei und Sieg.
Wenn Friedensglucken rechten mit den Kriegern,
zeig ich auf Margret Thatcher und Frau Rice.
Die Weiber halten immer zu den Siegern,
ja, sie sind doch im Grunde nur der Preis.
      Doch seh ich Kinder dann vom Krieg verstümmelt,
      fühl ich verkommen mich, verrucht, verlümmelt.



Anmerkung von Quoth:

Aus der Serie Planetenkinder, Sonnets zu Stichen von Saenredam 1596 nach Goltzius.
Schrieb ich vor 20 Jahren ...

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Kommentare zu diesem Text


 niemand (18.08.26, 12:01)
Die Anspielung auf die Thatcher ist sehr gut. Soviel zum Begriff "die Frau der friedlichere, bessere Mensch" ...  Und eines stimmt auch noch und zwar, dass viele Frauen auf sogenannte Siegertypen stehen, egal in welcher Richtung.
Ihr Schrei nach dem sensiblen und zur Gleichberechtigung bereiten Mann erlischt schnell wenn ein Macho ihren Weg kreuzt. LG niemand
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