Jenseits aller Zeit

Lied zum Thema Apokalypse

von  Saira

Wenn die Uhren nicht mehr zählen
und die Nacht das Licht verschlingt,
wenn die letzten Feuer schwelen,
bis der letzte Tag verklingt.
Wenn aus tiefen Gründen Klagen
steigen, fremdartig und kalt,
wird kein Mensch nach morgen fragen,
wenn der letzte Ruf verhallt.

 

Letzte Schatten treiben
durch die Dunkelheit,
bis der letzte Stern verglüht.
Nur die Nacht wird bleiben,
jenseits aller Zeit,
wenn kein neuer Morgen blüht.

 

Wo sich einst die Städte hoben,
fällt kein Sonnenstrahl mehr ein,
wo die Menschen Zukunft woben,
wird nur Staub und Stille sein.
Aus den Meeren steigt das Ende,
mächtiger als je zuvor,
Feuer zeichnet an die Wände
seine Zeichen überm Tor.

 

Letzte Schatten treiben
durch die Dunkelheit,
bis der letzte Stern verglüht.
Nur die Nacht wird bleiben,
jenseits aller Zeit,
wenn kein neuer Morgen blüht.

 

Keine Vögel werden fliegen,
und kein Wind bewegt das Meer,
schwarze Wolken bleiben liegen,
und der Himmel lastet schwer.
Wenn die Menschenstimmen schweigen,
wenn der letzte Mensch vergisst,
wird die Welt nur Leere zeigen,
wenn kein Morgen übrig ist.

 

Letzte Schatten treiben
durch die Dunkelheit,
bis der letzte Stern verglüht.
Nur die Nacht wird bleiben,
jenseits aller Zeit,
wenn kein neuer Morgen blüht.

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026




Anmerkung von Saira:

Anmerkung: Ich werde eine Zeit lang etwas weniger im KV unterwegs sein, weil ich mich in nächster Zeit zwei Projekten intensiver widmen möchte.

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Kommentare zu diesem Text


 DanceWith1Life (27.09.26, 14:57)
Große Worte für einen Erdling, wie das Mondkalb sagen würde. Klingt wie der ewige November des Universums. Da ich das wahrscheinlich in diesem Leben nicht mit anschauen darf, (solche Endgültigkeit ist sicher ein irrsinniger Anblick), versuche ich mir mehrere Blickwinkel zu erarbeiten, kein einfaches Terrain. Dennoch gut geschrieben.
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