Die Kälte ist da. Sie bewegt sich nicht sichtbar. Alles weicht vor ihr zurück.
Straßen liegen offen, ohne Erinnerung an Schritte. Häuser halten still. Ihre Risse werden tiefer, ohne Klang.
Die Oberfläche der Dinge kennt keine Regung mehr. Sie trägt sich selbst, ohne Gewicht, ohne Widerstand.
Bäume stehen. Die Äste verharren. Sie weisen in eine Richtung, die niemand benennt.
Menschen gehen. Nicht schnell. Nicht langsam. Ihre Haut reagiert nicht mehr. Der Atem hat keinen Ort.
Der Boden bleibt. Er gibt nichts zurück. Schritte setzen auf, ohne anzukommen.
Hinter den Hügeln verschiebt sich etwas. Kein Licht. Kein Laut.
Die Dunkelheit wächst. Ohne Eile. Ohne Ziel.
Am Rand gibt es kein Halten.
Nur dies:
Es trägt nicht mehr.
©Sigrun Al-Badri/ 2026