. Als ich träumend und sinnend unter einem Feigenbaum saß .

Prosagedicht

von  kirchheimrunner

Dem Baum unter dem ich die Schrift erforschte,

unter seinem Blätterdach,

dem Baum der Erkenntnis
 und der Weisheit

dem Baum der Fruchtbarkeit,

dem Baum der Sehnsucht nach Erkenntnis

 

Dem Baum der Gottessucher

 

Dem Baum,

der in der Mittagsstunde kühlen Schatten spendet.

 

Unter diesem Baum

war ich, wie viele Menschen auch

stolz auf meine Klugheit und Erkenntnis

 

Warum auch nicht?

Ich sehnte ich mich,

den Himmel zu ersteigen,

hoch oben

bei den Engeln und Sternen zu sein.

 

Doch am Ende der Zeiten

am Ende der Welt

am Ende, wo die Wahrheit triumphiert

Werden wir alle,

du und ich

unserer eigenen Kraft überlassen sein.

 

Denn im Himmel werden die Götter werden nicht mit Menschen wie mit ihresgleichen wandeln: Das sterbliche Geschlecht ist viel zu schwach, In ungewohnter Höhe nicht zu schwindeln.

J.W. von Goethe, Iphigenie auf Tauris

 

 

 

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