Dem Baum unter dem ich die Schrift erforschte,
unter seinem Blätterdach,
dem Baum der Erkenntnis
und der Weisheit
dem Baum der Fruchtbarkeit,
dem Baum der Sehnsucht nach Erkenntnis
Dem Baum der Gottessucher
Dem Baum,
der in der Mittagsstunde kühlen Schatten spendet.
Unter diesem Baum
war ich, wie viele Menschen auch
stolz auf meine Klugheit und Erkenntnis
Warum auch nicht?
Ich sehnte ich mich,
den Himmel zu ersteigen,
hoch oben
bei den Engeln und Sternen zu sein.
Doch am Ende der Zeiten
am Ende der Welt
am Ende, wo die Wahrheit triumphiert
Werden wir alle,
du und ich
unserer eigenen Kraft überlassen sein.
Denn im Himmel werden die Götter werden nicht mit Menschen wie mit ihresgleichen wandeln: Das sterbliche Geschlecht ist viel zu schwach, In ungewohnter Höhe nicht zu schwindeln.
J.W. von Goethe, Iphigenie auf Tauris
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