. Als wir von einander gingen .

Prosagedicht zum Thema Abschied

von  kirchheimrunner

Als wir von einander gingen

pflügten die Bauern ihre Felder.

Sie hatten Getreide; gesät-

Weizen, Roggen und Gerste; -

Manche auch Mais und Hafer.

 

Das Jahr war noch jungfräulich
es war grün und unschuldig

Glückseligkeit kämmte ich aus deinen Wimpern.

Wir schmiedeten Pläne:

denn für nicht geträumte Träume –

für nicht geschenkte Küsse

gibt es kein Geld zurück.

 

Über das Jahr trafen wir und wieder,

aber als wir uns küssten
waren deine Lippen 
weit von mir; -

wie aus einem weit fernen Land

und aus einer lang vergangenen Zeit.

 

Die Zeit der Ernte war gekommen; -

Schnitter schwangen

auf den Feldern ihre Sicheln und Sensen.

Doch alles in den Scheunen verdarb.

 

Damals hatte ich keine Kraft mehr

zu schwach war ich

um mein täglich Brot zu essen.

 

Heute stehe ich an der Seite von Engeln und Sternen

und neige alle sieben Himmel

hinunter zu Dir.

 

 



Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Nuna (29.06.26, 11:20)
...aus der Sicht eines Vertrobenen zurückblickend auf eine alte Zeit, auf seine große Liebe finde ich ist eine herzerwärmende Schreibidee:(:)...gerne gelesen

, die wir tatsächlich auch gerade in einer kleinen Schreibgruppe außerhalb dieses Forums bearbeiten...gerade wenn man keine Fragen mehr stellen kann, kann das ein heilsamer Prozess sein, sich in die/den Vorausgegangene/n hineinzuversetzen.

Liebe Grüße Nuna
Zur Zeit online: