Gratismut

Gedicht zum Thema Schein und Sein

von  niemand



Der Gratismut, der Gratismut,

tut Muttis, Omis, Vatis gut.

Sie steigen einzeln aufs Podest,

von wo es sich gut meckern lässt.


Ihr Meck, Meck, Meck

fällt gar nicht schwer,

denn unten blökt die Herde:

Määääääääähr!


Das stärkt die Brust, das stählt das Bein -

entzündet jeden Heilgenschein.


Ich frag mich jedoch was passiert,

wenn sich solch Einzelner verliert -

wenn einsam er durchs Dickicht soll,

ist dessen Mut dann auch so toll?


Schleicht er nicht eher, voller Frust,

mit Hinkebein und schlaffer Brust,

an jedem Hindernis vorbei -

ganz ohne Meck, Meck und Geschrei,

mit welchem er sonst allem höhnt,

solang dabei ein Echo tönt.



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