Herr M. ist noch ein Junger und recht Fescher,
doch mit geschwächter Sehkraft einst geborn -
die Augengläser sitzen wie zwei Äscher
im modischen Gestell aus schwarzem Horn.
Er hat der schwachen Sehkraft längst vergeben,
im Augen-Nebel scheint die Welt ihm weich.
Mit Träumen lässt im Dunst sich auch gut leben -
nicht scheint ihm hart, nichts ist Konturen reich.
Herr M. liebt Frauen und des Weibs Gerüche -
schon in der Küche war sie eine Schau,
die Köchin Frida, samt der Freitagssprüche,
umweht von von einem Hauch des Kabaljau.
Grad schlendert M. durch eine Promenade -
die Sonne scheint, wie sonst im Bilderbuch.
Herr M. genießt die Spannkraft seiner Wade,
da dringt in seine Nüstern ein Geruch.
Wie doch bekannte Düfte ihn umwehen -
es riecht nach Schellfisch, Kabeljau und Butt.
Herr M. verlangsamt seinen Schritt, bleibt stehen,
ruft: „Hallo, Mädels!“ Und das tut ihm gut.
Dann schreitet er voran, mit frohem Grinsen -
dank Augenschwäche geht nichts in die Binsen.