Schmidt versucht, sich dichtend von der Plageseines tristen Alltags zu befrein.Nägel-knabbernd stellt er sich der Frage:Preisen meine Verse süßen Wein,Gladiolen, Orpheus oder Schinken?Nein, ruft er, das WORT soll Thema sein!Wörter, reimt er, sind geheime Klinkenan den Herzens-Türen. Leider auchwilde Seen, in denen wir versinken.Hin und wieder sind sie Schall und Rauch.Sinngemäß belegen sie die Zunge.Die ganz bösen wackern schwer im Bauchoder stechen ätzend in der Lunge.Meidest du ein Wort, dann kann es sterben.Streichelst du es zärtlich, kriegt es Junge.Wörter kann man schlachten, häuten, gerben.Neu gebären, siehe „Glatzenzopf“.Die sie häckseln, nennt man Goethes Erben.Wörter tanzen pausenlos im Kopfoder purzeln ungeschickt zu Boden.Wörter hängen ab und an am Tropf.Manche jucken fürchterlich am Hoden.