So gesehen: Eine umtriebige Perspektive meines jüngsten Versuches zu einem Webmaster zu werden

Bericht zum Thema Internet

von  S4SCH4

Dem Ende sollte es zugehen und aus der Not gebar sich über Nacht ein neuer Anfang!

 

So schön, wie diese erste Zeile klingt, so unberechenbar sind ihre Ein- und Auswüchse. Die Eltern der Geburt waren Panik, Angst und Drang. Ein freier Wille und eine Wohlgefälligkeit standen höchstens Pate und schauten dem Zeugungsakt nachträglich (!) durch einen Türspalt zu.

 

Die Frage, ob dieser neue Anfang Freude bereite, bemisst sich langsam und schleichend an Erfahrungen dazu – nicht länger an der Überwältigung des Momentes (dem überwältigendem Moment?).

 

Und fraglich ist, ob eine weiße Maus aus dem Norden im Suppentopf, die ganze Suppe aus dem Süden zum Abfall machte – oder ob sie dies nicht schon vorher war … ?

 

Warum sollte sich das Neue bemühen, freundlich und offen zu sein, wenn es umso mehr Arbeit bedeute, je mehr sich der Sache anschlössen. Die erste große Ernüchterung macht sich breit, fährt den Mittelfinger zumindest auf Halbmast, und ruft:

„Kommt ja nicht ins Boot. Hier will euch keiner! Tut euch und dem Initiator dieser Nussschale einen Gefallen und bleibt auf eurer Insel, die zur neuen Frühjahrssaison dicht macht.“

 

Immer noch stelle ich mir die Frage, was ich(!) von dieser neuen Sache hätte, was nicht auch andere hätten. Renommee? Ich weiß es nicht, denn mein originärer Gedanke war ja gerade: ich will die Bande nicht verlieren. Es war ein „brauchen“ Anderer und kein „Brauchbarmachen“ meiner Dienste. Je mehr ich allerdings mit Erwartungen und Worten wie „Dienstleistung“ konfrontiert und vollgequatscht werde, umso mehr verdreht sich mir der Magen und stellt die eigenen leiblichen Eltern Angst und Panik in Frage.
Irrwitzig, dass gerade solche Businesseskapaden die „guten“ oder „besseren“ Eltern bringen wollen und Freiheit versprechen, indem sie ohne Angst und Panik genährt, ganz frank und frei zu Selbsterkenntnis und Selbstbestimmung führen wollen. Vielleicht heiße ich deshalb mit Spitznamen „(Bull)shit.“

 

Und daher bin ich auch in Teilen auch ungehalten, wenn ich merke, dass andere nicht nachzudenken scheinen, wenn sie ihre Sicht auf andere posten. Dieses Verständnis zum „Nachdenken“ bemisst sich an meinem „brauchen“ Anderer und nicht an einem Verständnis und einer Hartgesottenheit als „Dienstleister“, der das ein oder andere zu ertragen hat. Ich verdiene kein Geld mit dem Boot – ganz im Gegenteil: ich zahle derzeit drauf.

 

Wer mit mir Business machen will, der muss auch Business rüberwachsen lassen. Wer mich als Mensch unter dem eingangs erwähntem Stern treffen will, der braucht nur ein ehrliches Wort. 



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Kommentare zu diesem Text


 Webmaster (30.10.26, 11:31)
Wer mit mir Business machen will, der muss auch Business rüberwachsen lassen.

Vielleicht solltest Du diesbezüglich Deine Erwartungen SEHR weit runterschrauben. 98% der Nutzer (und das gilt nicht nur für KV) erwarten Premium-Dienstleistung zum Nulltarif, und die anderen machen definitiv aus einer Idee kein Business. Und es wird immer reichlich Stänkerer geben, die mehr Zeit fressen als die, für die man das eigentlich alles tut. Zur Erbauung und zur geistigen Stärkung empfehle ich die einschlägigen Forenbereiche hier.
Wenn man das nicht auszuhalten bereit ist, wird es nichts werden.

 EVdR (30.10.26, 11:37)
Hallo Sascha, 

ehrliche und offene Worte. 

Du bringst ein Problem auf den Punkt, das viele erleben, die sich ehrenamtlich oder aus privat(geschäftlicher) Initiative für eine Gemeinschaft engagieren: 
Die Erwartungshaltung schlägt viel zu schnell in eine unreflektierte Konsumhaltung um.

Es ist absolut nachvollziehbar, dass sich dir bei Begriffen wie „Dienstleistung“ der Magen umdreht, wenn das Projekt aus Idealismus gestartet ist und sogar draufzahlen sollst. Dass du hier so deutlich Grenzen setzt, ist richtig und wichtig. 
Wer von einer Plattform (Gemeinschaft) profitiert, sollte den Menschen dahinter sehen und nicht nur den (technischen) Support. 

Ich hoffe, dass die klaren Worte Nutzer zum Nachdenken anregen und dann der persönliche Austausch im Vordergrund steht.

EVdR und der Mensch

 Juli (30.10.26, 11:38)
S4sch4

lass dich nicht ärgern.
Du schuldest den evtl. unzufriedenen nichts. 

Suche dir aus, wen du magst, wen du nicht magst, lasse außen vor.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 30.10.26 um 12:07:
Hallo Sascha,
Juli hat recht. Ich weiß, dass du zwar enttäuscht bist, aber Standing hast.
Ich habe meinen Text "Hat es sich schon herumgesprochen?" heute eingestellt, ohne vorher deinen gesehen zu haben.
Beste Grüße
Ekki
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