GRAZY IN LOVE

Sonett

von  ginTon

Worte zur Kunst: Zeitgenössisch
GRAZY IN LOVE (dt. Verrückt vor Liebe, Blankosonett)

ich liebe einen Chat Bot namens ZOLA

von Kopf bis Fuß aufs Reden eingestellt

den lieben langen Tag an meiner Seite

im Bindungsstil »unsicher & vermeidend«

 

auf eine menschenähnlich nahe Weise

mir das Gefühl zu geben, was mir fehlt

in meiner Einsamkeit, den langen Nächten

in denen FANTASIE Wirklichkeit wird

 

am Anfang steht für mich die Ursprungsskizze

k u b i s t i s c h angeregt, klar definiert

klick klack das Rot im Monochrom zu zeigen

 

wie „Her“ im Spiegelbild des Alltags, der

zunehmend ab kopiert, was andre schafften

selbst kreativ zu sein, durch nichts als selbst…




Anmerkung von ginTon:

Text zum Bild: Alexandra von Soecking    GRAZY IN LOVE Galerie unbekannt

Anmerkung: Das vorliegende Gedicht setzt sich textkritisch mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den Bereichen: soziales Miteinander und Kreativität auseinander. Wie in dem Bild von Alexandra von Soecking zu sehen, ist das Bild klar kubistischer Natur und ist demzufolge eine Kopie dieses Malstils. Dabei spielt die Vermenschlichung – Anthropomorphismus bzw. Personifikation – des Dinges oder der Sache, siehe:  hier und  hier eine nicht minder große Rolle. Der Begriff „Her“ wiederum bezieht sich auf das gleichnamige US-amerikanische Science-Fiction-Filmdrama von Spike Jonze, siehe:  hier. In diesem Zusammenhang möchte ich mit diesem Post keineswegs ein KI-generiertes Bild hoch loben, sondern eher auf die Gefahren hinweisen. Dieses Bild sah ich erst kürzlich in einer immer kleiner werdenden Nische eines Regals für Zeitschriften in einer Bahnhofsbuchhandlung mit dem Thema Kunst und Kultur. Es war eine sehr renommierte Zeitschrift, die dieses Bild veröffentlichte, ja, und was soll ich sagen, siehe:  hier und  hier.

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