Morgenblatt am 19.10.2026

Innerer Monolog zum Thema Morgenstimmung

von  franky

Die Streitsucht ist sehr verbreitet in der Politik.

Im Gegenteil gibt es, „Abgesehen von ein Paar eingefleischten Pazifisten“

 keine weit verbreitete „Friedenssucht“.

Was uns das Leben abverlangt an Zugeständnissen,

drückt uns schon stark aufs Gemüt.

 

Über Kurz oder Lang wird Gericht gehalten.

Wer sich im Tempel der Superbonzen einen Platz reservieren kann,

erlebt eine Götterdämmerung, dass ihm Hören und Sehen vergeht.

Streitsüchte äußern sich auch in den diversen Handelskriegen.

Verschiedenste Sanktionen türmen sich als löchrige Emmentaler,

die Durchlässigkeit scheint Offensichtlich.

Dickbäuchige Öltanker überqueren ungehindert die Weltmeere.

Aus deren Gewinn werden wieder unsinnigste Kriege geführt.   

 

Wenn wir das genauer betrachten, werden wir Zuschauer

aus der ersten und zweiten Reihe auch deftig zur Kassa gebeten,

Die steigende Inflation und steigende Preise

Drücken der billigen Melkkuh Tränenwasser aus den Kulleraugen.

 

Die permanente Rechtslastigkeit der momentanen Weltpolitik

Macht mir große Sorgen.

Wenn dann schließlich auch die letzte Regierung

von Rechtsbruderschaften abgelöst worden ist,

 ist der Weg frei für den Dritten Weltkrieg.  

 

 

Ist Vernunft wirklich so ein unbrauchbares Vehikel,

dass man langfristig keine brauchbare Regierung

daraus bilden kann; 

 

 

Redaktionsschluss um 9:50 am 19.10.2026



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Kommentare zu diesem Text


 Vaga (19.10.26, 13:11)
Hallo Franky, nach dem Lesen deines Textes frage ich mich: Ist das Problem am Ende vielleicht weniger die Vernunft an sich, sondern vielmehr unsere kollektive Ohnmacht gegenüber dieser von dir beschriebenen 'Streitsucht' und dem grassierenden Machtmissbrauch? Wenn wir weltweit sehen, wie politische Systeme von narzisstischen Egos gekapert werden und Öltanker Kriege finanzieren, müsste eine 'brauchbare' Vernunft dann nicht viel widerstandsfähiger werden? Kann eine vernünftige Regierung überhaupt langfristig funktionieren, wenn die Vernunft sich scheut, die politische Gestaltungskraft und eine stabile Handlungsfähigkeit als ihre eigenen legitimen Positionen einzufordern - und zwar als Schutzraum, um genau diesen Missbrauch, die Rechtsbruderschaften und die Egomanie zu verhindern? Oder bleibt die Vernunft im realen politischen Raum zwangsläufig immer das schwächere Vehikel, das den Bonzen und Despoten nur zusehen kann?
Mit lieben, nachdenklichen Grüßen - Vaga

 Reliwette (19.10.26, 13:19)
Lieber Franky,
Der vernunftgeprägte Mensch, von vielen Philosophen zitiert, begründet, beschrieben, beweihräuchert, gepriesen, verehrt oder 
infrage gestellt, ist ein Phantasiegebilde, von dem es nur weltweit wenige Exemplare gibt. Der Sprung über die Suppenschüssel ist noch gar nichts im Gegensatz zum Sprung aus der Küche....
Deswegen begrenzen die meisten Menschen ihren Augennwinkel auf das zunächst fressbare Ereignis, was dem gierigen Habitus entgegen kommt.Sie meinen, den Status von "King of Currywurst" innezuhaben, dabei sch.... sie Grünspan neben die Klosettschüssel und freuen sich, dass es so herrlich stinkt.
Und sei nicht enttäuscht, lieber Freund, dass es mit den Zweibeinern auf diesem Erdenrund nicht klappen will,
setzen wir uns still in eine kleine Ecke und schauen zu, wie sie sich um die Gräten eines abgenagten Herings kloppen und wenn sie dann einen halbtoten gestrandeten Wal wieder ins offene Meer schleppen, dann rufe ihnen zu: "Ihr habt wenigstens versucht, ein guter Mensch zu sein!"

Kieber Gruß!
Hartmut
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