Meier

Alltagsgedicht zum Thema Nonsens

von  niemand



Meier tritt gern in Erscheinung,

wo die Menge auch erscheint,

dort vertritt er seine Meinung

die stets klingt, wie längst gemeint


von den andern, die dort stehen

säuberlich in Reih und Glied

und beteiligt am Geschehen

sind, das immerzu geschieht.


Meier fühlt sich aufgeschmissen,

wenn mal keiner neben steht,

weil ihm dann Gedanken fließen

und ein Beben durch ihn geht.


Dabei fühlt er sich nicht sicher

und verdrängt es mit „geschenkt“

denn es scheint ihm ordentlicher,

wenn er wie die andern denkt.


Drum tritt Meier in Erscheinung,

wo die Menge auch erscheint

und geht auf in einer Meinung,

die stets klingt wie längst gemeint.




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