Entdeckungen

Alltagsgedicht zum Thema Gesellschaftskritik

von  niemand



Man sucht und dann quittiert mit Schreien

man Etwas, das die Welt verdammt

und findet in den eignen Reihen,

bald Gleiches, wenn man lang nur kramt.


Jetzt ist ein guter Rat recht teuer -

was tun mit dem, was man entdeckt,

wo doch das Fremde ungeheuer,

das Eigne meist viel milder schmeckt?


Der erste Schritt heißt wohl: Vertuschen!

Das klappt nicht, weil durch diese Welt

sehr viele kluge Geister huschen

und alles schnell ins Auge fällt.


Der zweite Schritt wär: Ein Verwässern,

jedoch womit? Fragt man, in Pein.

Der dritte Schritt: In morschen Fässern

versenken! Könnt so schlecht nicht sein!


Doch will auch das nicht mehr gelingen,

macht man die Lüge sich zur Pflicht

und pirscht nach vorn. Vor allen Dingen

schwört man:


Bei Gott, ich war es nicht!




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