Aus dem Leben von Karl V.
Kritik zum Thema Schaffenskraft
von S4SCH4
Kommentare zu diesem Text
Oha Sascha, was für eine schrifstellerische Explosion, bin geflasht, ohne jetzt etwas zum Inhalt sagen zu wollen.
LG Nuna
...hier noch etwas Mucke...
LG Nuna
...hier noch etwas Mucke...
Danke Nuna, ich höre gerade. Mit einem Lachen und einer Träne im Auge, wobei letzteres natürlich auch die Müdigkeit sein kann. Danke und liebe Grüße Sascha
Hallo Sascha,
beim Lesen deines Textes hatte ich das Gefühl, einen Einblick in einen inneren Kampf zu bekommen – nicht nur gegen ein Schulsystem, sondern gegen ein ganzes Netz aus Erwartungen, Kontrolle und „gut gemeinter“ Fremdbestimmung. Du zeigst sehr stark, wie sich jemand fühlt, der nicht nur gefördert, sondern dabei auch umgeformt, bewertet und schließlich vielleicht sogar „neu etikettiert“ werden soll. Die Formulierungen „ent-ich-en“ und „ent-karl-en“ haben mich besonders berührt, weil sie genau diesen Verlust von Identität benennen.
Sprachlich ist dein Text sehr bildreich, fast explosiv, manchmal wütend-poetisch. Die vielen starken Metaphern – Sand, Krieg, Kirche, Strand, Diamanten, Asche – verstärken den Eindruck, dass hier nicht kühl diskutiert wird, sondern dass es um etwas sehr Persönliches geht.
Dadurch wirkt der Text intensiv und unmittelbar, gleichzeitig aber manchmal auch so dicht und überladen, dass ich kaum Luft bekam. Vielleicht ist genau das gewollt: ein Text, der keinen „Schulbuchabstand“ einhält, sondern sich wie ein innerer Aufschrei liest.
Sehr stark finde ich auch deine Gedanken über Bildung, Sascha. Du stellst nicht die Frage, wie man mehr Chancen bekommt, sondern ob diese Chancen überhaupt noch etwas mit Freiheit und Würde zu tun haben. In deinem Text wirkt Bildung eher wie ein Sortiermechanismus: gut gemeint, aber oft so, dass Menschen sich dabei selbst verlieren sollen, um in ein System zu passen. Das ist ein spannender und sehr ernster Gedanke, der zum Nachdenken zwingt: Was nützt Hilfe, wenn Hilfe bedeutet, man soll jemand werden, der man gar nicht ist?
Für mich ist dein Text deshalb nicht nur Kritik, sondern auch ein Warnsignal:
Man kann einen Menschen fördern, ohne ihn zu sehen.
Und man kann Chancen schaffen, ohne Freiheit zu geben.
Ein mutiger und sehr ehrlicher Text, Sascha.
Er tut weh, aber genau deshalb ist er wirksam.
Herzliche Grüße
Saira
beim Lesen deines Textes hatte ich das Gefühl, einen Einblick in einen inneren Kampf zu bekommen – nicht nur gegen ein Schulsystem, sondern gegen ein ganzes Netz aus Erwartungen, Kontrolle und „gut gemeinter“ Fremdbestimmung. Du zeigst sehr stark, wie sich jemand fühlt, der nicht nur gefördert, sondern dabei auch umgeformt, bewertet und schließlich vielleicht sogar „neu etikettiert“ werden soll. Die Formulierungen „ent-ich-en“ und „ent-karl-en“ haben mich besonders berührt, weil sie genau diesen Verlust von Identität benennen.
Sprachlich ist dein Text sehr bildreich, fast explosiv, manchmal wütend-poetisch. Die vielen starken Metaphern – Sand, Krieg, Kirche, Strand, Diamanten, Asche – verstärken den Eindruck, dass hier nicht kühl diskutiert wird, sondern dass es um etwas sehr Persönliches geht.
Dadurch wirkt der Text intensiv und unmittelbar, gleichzeitig aber manchmal auch so dicht und überladen, dass ich kaum Luft bekam. Vielleicht ist genau das gewollt: ein Text, der keinen „Schulbuchabstand“ einhält, sondern sich wie ein innerer Aufschrei liest.
Sehr stark finde ich auch deine Gedanken über Bildung, Sascha. Du stellst nicht die Frage, wie man mehr Chancen bekommt, sondern ob diese Chancen überhaupt noch etwas mit Freiheit und Würde zu tun haben. In deinem Text wirkt Bildung eher wie ein Sortiermechanismus: gut gemeint, aber oft so, dass Menschen sich dabei selbst verlieren sollen, um in ein System zu passen. Das ist ein spannender und sehr ernster Gedanke, der zum Nachdenken zwingt: Was nützt Hilfe, wenn Hilfe bedeutet, man soll jemand werden, der man gar nicht ist?
Für mich ist dein Text deshalb nicht nur Kritik, sondern auch ein Warnsignal:
Man kann einen Menschen fördern, ohne ihn zu sehen.
Und man kann Chancen schaffen, ohne Freiheit zu geben.
Ein mutiger und sehr ehrlicher Text, Sascha.
Er tut weh, aber genau deshalb ist er wirksam.
Herzliche Grüße
Saira
Danke Saira. Ich überlege eine größere Erzählung draus zu machen. Deine Kritik, dass der Text etwas überladen daherkommt, teile ich. Es ist einfach zu komprimiert und nicht zuletzt deswegen spiele ich mit dem Gedanken etwas längeres zu formen. Aber ich kann es nicht beschwören oder erzwingen. Danke nochmal und liebe Grüße, Sascha