Gut?
Skizze zum Thema Gut und Böse
von S4SCH4
Anmerkung von S4SCH4:
Eigentlich sollte es eine "Predigt" im Rahmen des "Genre des Tages" (2.7.25) werden. Leider verließ mich kurzerhand der Glaube.
Nun, man kann nicht immer haben, was man möchte.
Kommentare zu diesem Text
Gutmenschen, Sascha, ist ein Schimpfwort, das bezeichnet, wenn Menschen sich selbst mit ihrem "Guten Tun" überhöhen, kritiklos und denkfrei anderen ihre Ideologien überstülpen.
Haben wir sehr viele von in unserem Land.
Ich weiß noch nicht mal, ob die "Gutmenschen" überhaupt wirklich gut sind....oder eher narzistisch
lG von M.
Haben wir sehr viele von in unserem Land.
Ich weiß noch nicht mal, ob die "Gutmenschen" überhaupt wirklich gut sind....oder eher narzistisch
lG von M.
Danke für die Gedanken zum Thema.
Mir geht es hier nicht um die Duden Version des Begriffes „Gutmenschen“, die ja auch im Laufe der Zeit änderte, sondern darum, dass diese ambivalente "Gut-Strömung", nenne ich es mal, darauf basiert, dass sowohl ein Unvermögen und ein Unwillen zusammenkäme, dies in Form derer, die Gut sein wollen (und nicht können) und derer, die da heraus Gut sein können (es aber nicht direkt wollen, weil sie ja gegen etwas an sich Gutes, und sei es nur intendiert angingen). Es gäbe wohl noch Weiteres dazu zu sagen, aber ich fasse mich kurz.
Um auf die angedachte Predigt hierzu zurückzukommen und um zu zeigen wie ich den Begriff „Gutmenschen“ hier noch herleitete:
Galater 6,9 (Lutherbibel 2017)
Diese Aufforderung ständig unermüdlich Gutes zu tun, schreit gerade nach einem gewissen „Gutmenschen-Syndrom“.
Und denn wo wir müde und ausgelaugt werden, passieren Fehler, vielleicht sogar am Guten und für das Gute. Und die Leute, die dann wissen was "wirklich gut“ ist, stehen in der Tür, sind teils dagegen und nicht so richtig dafür, also gegen das Gute, usw. (vgl. eingangs erwähnte Ausführung).
Mir geht es hier nicht um die Duden Version des Begriffes „Gutmenschen“, die ja auch im Laufe der Zeit änderte, sondern darum, dass diese ambivalente "Gut-Strömung", nenne ich es mal, darauf basiert, dass sowohl ein Unvermögen und ein Unwillen zusammenkäme, dies in Form derer, die Gut sein wollen (und nicht können) und derer, die da heraus Gut sein können (es aber nicht direkt wollen, weil sie ja gegen etwas an sich Gutes, und sei es nur intendiert angingen). Es gäbe wohl noch Weiteres dazu zu sagen, aber ich fasse mich kurz.
Um auf die angedachte Predigt hierzu zurückzukommen und um zu zeigen wie ich den Begriff „Gutmenschen“ hier noch herleitete:
„Lasst uns Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.“
Diese Aufforderung ständig unermüdlich Gutes zu tun, schreit gerade nach einem gewissen „Gutmenschen-Syndrom“.
Und denn wo wir müde und ausgelaugt werden, passieren Fehler, vielleicht sogar am Guten und für das Gute. Und die Leute, die dann wissen was "wirklich gut“ ist, stehen in der Tür, sind teils dagegen und nicht so richtig dafür, also gegen das Gute, usw. (vgl. eingangs erwähnte Ausführung).
Saudade (49)
(03.07.25, 11:56)
(03.07.25, 11:56)
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eben mondschein- eoin Narziss
Saudade (49) schrieb daraufhin am 03.07.25 um 12:00:
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Man darf doch auch narzisstisch sein, wenn man gutes tut. Oder?
Und es heißt ja auch (sprichwörtlich): "Tu´ Gutes und sprich darüber".
Ich verstehe allerding die überbordene Haltung dieses "Guten" bzgl. eines darüber sprechens vs. des einfachen machens. Dieser Aspekt gefällt mir auch.
Und es heißt ja auch (sprichwörtlich): "Tu´ Gutes und sprich darüber".
Ich verstehe allerding die überbordene Haltung dieses "Guten" bzgl. eines darüber sprechens vs. des einfachen machens. Dieser Aspekt gefällt mir auch.
Antwort geändert am 03.07.2025 um 12:16 Uhr
Antwort geändert am 03.07.2025 um 12:23 Uhr
Saudade (49) ergänzte dazu am 03.07.25 um 13:16:
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Ja, ich verstehe dich, möchte aber zu bedenken geben, dass es auch okay ist, wenn man auch mal lächerlich daherkäme, also wenn bzw. obwohl man gutes tut. Ich muss mit dem Guten keinen Stereotypus verkörpern, z.B. den eines edlen weißen Ritters, der immer alles richtig macht.
Und dass manche Menschen in den Himmel gelobt werden, damit man sie wieder fallen sieht, ist m.E. ein tragischer Teil der Menschlichkeit und ein weitreichender - weil wohl populärer - Aspekt in der Medienlandschaft. Es wäre halt nur Schade, wenn das Gute, das gut Gemachte ins Hintertreffen gerate, vor Vorstellungen eines vordergründigen Verhaltens darüber, und einer erwarteten 100%ig weißer Weste diesbezüglich.
Manchmal wird man eben schmutzig oder nass bei den Rettungsversuchen, bei dem guten Tun, um mit dem von dir gebrachten Kant Beispiel zu schließen.
Und dass manche Menschen in den Himmel gelobt werden, damit man sie wieder fallen sieht, ist m.E. ein tragischer Teil der Menschlichkeit und ein weitreichender - weil wohl populärer - Aspekt in der Medienlandschaft. Es wäre halt nur Schade, wenn das Gute, das gut Gemachte ins Hintertreffen gerate, vor Vorstellungen eines vordergründigen Verhaltens darüber, und einer erwarteten 100%ig weißer Weste diesbezüglich.
Manchmal wird man eben schmutzig oder nass bei den Rettungsversuchen, bei dem guten Tun, um mit dem von dir gebrachten Kant Beispiel zu schließen.
Saudade (49) meinte dazu am 03.07.25 um 14:03:
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Genau, und selbst wenn dein Liebster es öfter erwähnt hätte, schmälerte das nicht (direkt) den Erfolg des Guten in dem Dorf, womöglich aber den Erfolg zwischenmenschlich. Da sind die Eitelkeiten beiderseits betroffen.
Saudade (49) meinte dazu am 03.07.25 um 14:31:
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Saudade (49) meinte dazu am 03.07.25 um 15:11:
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Ja, das kann schon sein. Nur dieser unermüdliche "Einsatz", auch gemäß der o.g. Bibelstelle, ob nun gekonnt oder nicht, ist etwas das Leute trägt und anregt, auch wenn es indirekt auf andere erst wirkt und dadurch irgendwie gemeinsam doch "gut" wird. Aber ich wil nicht zu sehr spinnen... 
Und wir sollten nicht verkennen, dass sie, diese Gutmenschen vielleicht doch etwas Gutes schaffen und vor allem irgendwie "verteidigen" (auch wenn ihr Kampf verloren ist), hinter all den Dingen die daran persönlich nicht gefallen und die man ihnen nicht abkauft.
Man ist m.E. auch einfach zu schnell mit dem Sticker "Gutmensch" für jemanden. Der erste Satz oben im Text meint auch, dass "immer zwei dazugehören" zu diesem Gutmenschen, so widersinnig es auch scheint.
Und wir sollten nicht verkennen, dass sie, diese Gutmenschen vielleicht doch etwas Gutes schaffen und vor allem irgendwie "verteidigen" (auch wenn ihr Kampf verloren ist), hinter all den Dingen die daran persönlich nicht gefallen und die man ihnen nicht abkauft.
Man ist m.E. auch einfach zu schnell mit dem Sticker "Gutmensch" für jemanden. Der erste Satz oben im Text meint auch, dass "immer zwei dazugehören" zu diesem Gutmenschen, so widersinnig es auch scheint.
Saudade (49) meinte dazu am 03.07.25 um 15:30:
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