montagmorgen

Text

von  tulpenrot

es wird zeit mich anzuziehen

ich friere

die kälte kriecht mir unters hemd

es wird zeit

 

draußen scheint die sonne

die gegnerin der dunkelheit

 

im garten blühen noch die letzten rosen

gelbe und weiße

sie üben sich im widerstand

gegen den raureif auf den dächern der nachbarhäuser

 

auch ich werde mich

wappnen

starkmachen

für und gegen

für alle fälle

 

es wird zwar niemand an der tür klingeln

oder klopfen

aber ich will vorbereitet sein

 

vielleicht bringt ja jemand

eine tüte mit weichem quittenkonfekt vorbei

oder mit knusperharten springerle

ich würde die tür öffnen

bedenkenlos

 

25.11.2024

mit linker hand geschrieben




Anmerkung von tulpenrot:

Danke für die Empfehlungen
willemswelt, ginTon, AchterZwerg, AZU20, klauskuckuck, Oops, franky, minimum, lugarex, Moja

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Kommentare zu diesem Text


 AZU20 (25.11.24, 16:00)
Verstehe ich gut. LG

 tulpenrot meinte dazu am 25.11.24 um 18:23:
Das ist nett. Danke und auch LG

 ginTon (25.11.24, 22:11)
morgens bin ich noch nicht ansprechbar, ich würde dann gerne zum Café vorbeikommen...

 tulpenrot antwortete darauf am 26.11.24 um 06:56:
Gerne, aber erst nach dem Mittagsschlaf, bitte - du weißt, ältere Frau und so.
Und was bringst du mit? 
Kennst du überhaupts Springerle?

 ginTon schrieb daraufhin am 26.11.24 um 22:43:
*zum Café passt eigentlich nur nen Keks oder Kuchen  :P Springerle, Null Ahnung, vllt nen Obstschnaps, Kräuter oder so, würde ich zumindest so nennen :D

 tulpenrot äußerte darauf am 27.11.24 um 07:49:
Damit es alle wissen:
Springerle (in der Schweiz Anisbrötli oder Springerli – im fränkischen Raum Eierzucker genannt) ist ein traditionelles Festtagsgebäck aus einem Anis-Eierschaumteig. Es wurde sowohl an kirchlichen Feiertagen (Ostern, Pfingsten und Weihnachten) als auch zu familiären Festen (Hochzeit, Taufe) mit jeweils passenden Motiven gebacken. Sie gehören wie Spekulatius zum Bildgebäck. Springerle sind in Süddeutschland, Teilen von Österreich, der Schweiz, im Elsass und Ungarn bekannt. (In lothringischen Rezepten für sogenanntes „Pain d’anice“ finden sich dieselben Zutaten- und Zubereitungsangaben, jedoch werden dabei keine Model mehr verwendet.) Der Name, der süddeutsche Diminutiv von Springer, kommt entweder von einem beliebten Motiv, einem Reiter (Springer) oder, was sehr viel wahrscheinlicher ist, vom Aufspringen (Aufgehen) beim Backen. Beim Backen wächst der Teig auf die doppelte Höhe, dabei bildet sich am unteren Rand ein „Fuß“. Quelle wikipedia

 lugarex (26.11.24, 07:29)
eine tüte mit weichem quittenkonfekt vorbei
bin immer dafür!

 tulpenrot ergänzte dazu am 26.11.24 um 08:33:
wenn du das dann bitte auch mitbringst. Selbst gemacht natürlich - oder hier im Nachbarort auf dem Bazar gekauft - da kenn ich eine "Macherin"
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