unvernünftige Hoffnung

Erlebnisgedicht zum Thema Hoffnung/Hoffnungslosigkeit

von  Emotionsbündel

Gerade jetzt, in diesem Moment,
gelingt es mir nicht zu schlafen.
Ich liege irgendwie neben mir,
fühl' mich zerrissen und leer.
Ein Schlummertrank aus Hoffnung und Wunsch,
gewürzt mit Unvernunft und schlechtem Gewissen
entsteht in der Traumküche meiner Gedanken,
doch deine deutlichen Worte weisen mich in meine Schranken.
Während andere von Liebe und Gefühlen sprechen,
stehe ich längst dadrüber mit einem sprachlosen Lächeln,
zeigen sie jedoch Zärtlichkeit, empfinde ich puren Neid,
mir wird so übel vor Traurigkeit,
bin abermals versunken im Selbstmitleid.
Schon immer sehne ich mich nach einem Mann, den ich aufrichtig lieben kann,
für den eine Basis aus Toleranz und Wertschätzung, Vertrauen und Offenheit
genauso wichtig ist, wie für mich;
jemand mit dem ich mich solidarisieren kann,
stets gegenseitig unterstützend, Hilfe und Beistand spendend;
ein Mann der keine Leiden schaft durch ausbleibende Leidenschaft,
sondern ganz natürlich Zuneigung und Zärtlichkeit äußert,
der bereit ist, unsere Liebe zu erforschen,
indem wir investigativ gegen uns arbeiten.

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Kommentare zu diesem Text

managarm (57)
(01.12.08)
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 Lars (27.12.08)
wer kennt sie nicht, diese gedankenversunkenheit mit den immer wiederkehrenden, quälenden fragen nach seinem komplementär. schöne tiefgeschürfte gedankenwelt. wünsche dir auch einen netten weihnachtsausklang )
lg, lars

 Emotionsbündel meinte dazu am 27.12.08:
dito, Lars......vielen Dank, Gruß Emotionsbündel
RolandBertz (19)
(27.12.08)
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 Emotionsbündel antwortete darauf am 27.12.08:
Hallo Eric, danke für deine Stellungnahme und Anregung. Deinen ersten Satz kann ich nur mit JA bestätigen, während ich meine "unvernünftige Hoffnung" folgendermaßen begründe:
Ein Schlummertrank aus Hoffnung und Wunsch,
gewürzt mit Unvernunft und schlechtem Gewissen
entsteht in der Traumküche meiner Gedanken,
doch deine deutlichen Worte weisen mich in meine Schranken

Diese Worte beziehen sich auf unerwiderte Gefühle und da ich trotzdem daran festhalte, kann ich es einfach nur als unvernünftige Hoffnung ansehen, eine Hoffnung, in der ich mir nur allzu gerne was vormache.... unvernünftig halt
Liebe Grüße, Emotionsbündel
RolandBertz (19) schrieb daraufhin am 27.12.08:
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 Emotionsbündel äußerte darauf am 27.12.08:
Ja, kämpfen lohnt sich allemal, doch ist und bleibt es ein Akt der Unvernunft.....
man sollte dem Glück nicht hinterherlaufen, es hat doch hinten eh keine Augen
.....wie du siehst, egal in welchem Alter, ist man nicht davor gefeit, auch mal Unvernünftiges zu tun, man sollte sich dessen aber auch bewusst sein, dazu stehen und natürlich, irgendwann auch mal loslassen können.
Gruß, Emotionsbündel
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