Hinter dem gefühlten Horizont

Gedicht zum Thema Erinnerung

von  Fuchsiberlin

Auf den Straßen der Erinnerungen
bleibt die Zeit stehen.
Ampeln befinden sich im Freie-Fahrt-Grün-Modus.
Die gefühlten Bilder haben Vorfahrt.

Augenblicke,
die kein Ende festhalten.
Die Stadt der Gedanken lebt mit den Gefühlen.

Häuser, Ruinen, Seen, Parks,
Wildgärten, Wälder, Wildschweine,
Adler, Möwen, flackerndes Sztraßenlicht,
brennende Bäume, blühendes Maisfeld.

Augen,
in denen sich das Schöne
und das in der Dunkelheit Erlebte spiegeln.

Sterne blühen blutrot,
und manch ein Stern fällt vom Himmel und zerbricht.

Glassplitter,
und ein Bruch der Erinnerungen
stoppt kurzfristig die Fahrt.

Tränen in der Dunkelheit sieht keiner,
und im Schatten kann man nicht verbrennen,
Wunden und Narben werden zu Asphaltkämpfern.

Himmel und Hölle erlebt,
zwischen...

...Sonnenschein und Mondfinsternis.
...Feuerwerk und heißer Glut.
...Schrei und Lachen,
...Verzweifelung und den Armen der Hoffnung.
...Labyrinth und Überlebenswillen.

Zwischen
Sehnsucht, Liebe und Tod.

Traurige Kinderaugen schauen mich an,
und ein stiller Schrei fleht um Hilfe.
Es sind meine Augen,
mein stiller Schrei.
Kindheit.

Ich halte am Zebrastreifen,
steige aus, und laufe in die Gegenwart zurück.

Jörg


Anmerkung von Fuchsiberlin:

Der Text entstand nach einer Psychotherapiestunde.

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Kommentare zu diesem Text


 Seelenfresserin (05.08.10)
"Traurige Kinderaugen schauen mich an,
und ein stiller Schrei fleht um Hilfe.
Es sind meine Augen,
mein stiller Schrei.
Kindheit."


Ich denke viele können sich in diesen gesamten Text einfühlen, schön und gut umschrieben finde ich diesen Teil. Da es viele betrifft... nur kann nicht jeder diese umschreiben... so wie du.

glg Seelenfresserin

 Fuchsiberlin meinte dazu am 05.08.10:
Hallo Seelenfresserin,

ich denke auch, dass es sehr sehr viele betrifft...

Ich danke Dir ganz lieb.

Ganz liebe Abendgrüße
Jörg
SigrunAl-Badri (50)
(05.08.10)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 Fuchsiberlin antwortete darauf am 05.08.10:
Liebe Sigrun,

dieses Gedicht gehört zu meinen selbstverfassten Gedichten, die mir persönlich auch sehr viel bedeuten.

Ich danke Dir ganz lieb.

Ganz liebe Abendgrüße
Jörg

 Feuervogel (05.08.10)
Ich halte am Zebrastreifen,
steige aus, und laufe in die Gegenwart zurück.

Dies ist der entscheidende Satz!

LG Ela
Manu (56) schrieb daraufhin am 05.08.10:
Diese Antwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 Fuchsiberlin äußerte darauf am 05.08.10:
Hallo liebe Ela und liebe Manu,

ja, das ist wirklich ein sehr entscheidender Satz!

Ich danke Euch ganz lieb.

Ganz liebe Abendgrüße
Jörg

 sensibelchen13 (05.08.10)
Hallo Jörg, die folgenden Zeilen, sind meine Zeilen in deinem Gedicht.
"Auf den Straßen der Erinnerungen
bleibt die Zeit stehen."
Danke dafür.
Lieben Gruß
Helga

 Fuchsiberlin ergänzte dazu am 05.08.10:
Das freut mich sehr, liebe Helga:)

Ganz liebe Dankes-Abendgrüße
Jörg
chichi† (80)
(05.08.10)
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 Fuchsiberlin meinte dazu am 05.08.10:
Ich freue mich sehr über Deine Worte, liebe Gerda:)

Ganz liebe Abend-Dankes-Grüße
Jörg
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