Grölaz *)

Gedicht zum Thema Anerkennung

von  tigujo

Ein Landwirt wollte sich veredeln,
mit Wissenschaft die Rübe ziehn,
der Ferkel Dung verstehn, mithin
nach Studium mit etwas wedeln,

das über Herkunft edler roch -
und machte somit sein Diplom.
Klar, letzlich führt sein Weg nach Rom,
wenn auch der Dom im Stall blieb - noch.

So saß er nächtens - zwar veradelt,
doch immer noch agrarbehaftet,
mit Stiefel statt Talar beschaftet
und von den Mädels unbemadelt.

Es juckte ihn nach Renommee:
Was wäre - wär ich Astronaut?
Vielleicht krieg ich dann eine Braut -
zum Glück erschien ihm eine Fee.

Die sang ihm Halleluja, ...luja.
Verflixt, meint die, versuchs mit Schreiben!
Wenns gar net funzt, dann lass es bleiben,
doch tu's probiern - und Halleluja.

Die Fee verschwand, Agraros nicht.
Seitdem schreibt er - auch manch Gedicht.
Das Renommee läßt zwar noch warten,
doch Schreiberschicksal zählt zu harten.


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*) Grölaz - größter Landwirt aller Zeiten

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Kommentare zu diesem Text

Nimbus (37)
(30.03.12)
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 tigujo meinte dazu am 30.03.12:
Exakt
Doch die Hybris hat halt was Verführendes - zum Glück auch Vorführendes
lg tigujo

 loslosch (31.03.12)
pegasus als agrar-rose oder so ... t.t. lo

 tigujo antwortete darauf am 01.04.12:
...oder gar Agrar-Ross - da wird weniger geflogen, eher mehr mit Müh' gezogen
lg tigujo

 loslosch schrieb daraufhin am 01.04.12:
halb zog sie ihn, halb sank er hin ... das war jetzt ein feuchtes weib.

 tigujo äußerte darauf am 02.04.12:
Stell es mir bildlich vor:
Ein Musenkuss mit Pferdefuß

 loslosch (19.01.13)
der text, von außen gelesen, ohne hintergrundwissen, ist eine feine satire.

daher hätte ich vorgezogen:

satire zum thema anerkennung.

was man aber sperren sollte, sind personenbezogene kommentierungen.

feiner kleiner unterschied! t.t. lo

 tigujo ergänzte dazu am 19.01.13:
Wer sich zum Zensor berufen fühlt, sollte seinem Ruf folgen. Ich bin kein Freund von Zensur, auch nicht von Selbstzensur
Graeculus (69)
(21.08.16)
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