ALS MARCEL REICH-RANICKI EINST GÜNTER GRASS VERRISS
Anekdote zum Thema Erinnerung
von harzgebirgler
Anmerkung von harzgebirgler:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ein_weites_Feld:
Am 21. August 1995 zeigte Der Spiegel auf der Titelseite Marcel Reich-Ranicki beim Auseinanderreißen der Buchbindung von Ein weites Feld. In der in dieser Ausgabe in Briefform enthaltenen Buchbesprechung heißt es unter anderem: „Sie waren offensichtlich Ihrer literarischen Mittel nicht sicher genug, um das, was sich vor allem in Berlin abgespielt hat, ohne viele Umstände zum Hintergrund einer Geschichte zu machen. […] Meist ergeben die klangvollen Wörter und Wendungen wenig oder gar nichts. Deshalb müssen wir, Ihre leidgeprüften Leser, stöhnend hinnehmen, daß Sie sich ständig wiederholen.“ Grass wisse sehr wohl, dass die DDR ein schrecklicher Staat gewesen sei, an dem es nichts zu beschönigen gebe. „Doch Ihr Roman kennt keine Wut und keine Bitterkeit, keinen Zorn und keine Empörung.“ Eine Episode gebe es allerdings in dem Buch, die völlig aus dem Rahmen falle. „Sie schildern ein Treffen mit Uwe Johnson. Sie schildern es wunderbar. Das kann keiner besser als Sie. Aber es sind nur fünf Seiten von 781.“
Kommentare zu diesem Text
Nach dem 2.mal lesen - inzwischen mit mehr Hintergrundwissen - hat mir das Buch sogar noch besser gefallen.
Ich mag Grass und ich mag Reich-Ranicki.
MIT BESTEM DANK & DAUMEN HOCH VOLL D'ACCORD!