Wort(sch)wall

Gedankengedicht zum Thema Verletzlichkeit

von  Martina

Das, was du mir erzählst,
jedes Wort, welches deinen Mund verlässt,
ist nicht das, welches dir aus dem Herzen floss,
dazu wären sie zu hart, zu zähflüssig,
sie kämen gar nicht erst
bis zum Rande deiner Lippen.

Aber Schweigen würde dein Herz verkleben,
deshalb ist es besser,
du lässt sie wahllos laufen
und mich treffen.

Ich weiß um ihre Bedeutungslosigkeit,
ich weiß, dass sie deinem Stolz entsprangen,
deiner Verletzlichkeit.
Und je härter sie sind,
um so liebender ist (war) das Herz.

Es ist nicht leicht,
sie auf mich niederprasseln zu lassen,
trotz des Wissens um ihre Maske,
die sie tragen,
denn sie treffen mich,
streifen mich,
auch wenn sie nicht die Kraft haben
mich zu vernichten.


Du badest in diesem Wortbad,
um deine Wunden heilen zu lassen,
auch wenn ich nicht die war,
die sie schlug, das  scheint nur
auf den ersten Blick so.

Was danach wird,
ist nicht wichtig,
wir haben sowieso
unseren festen Platz in unserem Spiel.

Du bist meins,
und deshalb wirst du immer Gewinner sein,
doch ich mich nie als Verliererin fühlen.



M.Brandt


Inspiriert durch folgendes Foto:

 

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Kommentare zu diesem Text


 AZU20 (02.02.13)
Jetzt klappt es auch mit dem Bild. Prima. LG

 Martina meinte dazu am 02.02.13:
Dank Janna =)))
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