Sprachbild. Der Herbst

Gedicht zum Thema Stimmung

von  Georg Maria Wilke

Kalter Thymianduft betört die Wiesen,
abgemähte Felder bilden gelbe Reih´ n,

die Sonne streckt sich in den Süden,
schläft im reifen roten Wein.

Lavendelblau gebiert verholzte Triebe,
die Luft zieht feucht und sickert in das Heu,

der Pilzgeruch betäubt die braune Erde,
der Himmel ertrinkt im grauen Schein.


Anmerkung von Georg Maria Wilke:

Aus „Les Fleurs du Mal“, < Die Sonne>, Charles Baudelaire
… „ In allen Winkeln die Reime witternd und spürend,
Über Worte strauchelnd und Steine, wie Trunkne es tun,
Und Verse stammelnd, die träumend schon lang in mir ruhn.“

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 franky (01.10.13)
Hi lieber Georg,

Herrlich wie du Herbstbilder in mir entstehen lässt.
„Gut gestammelt.“

Herzliche Grüße

Von Franky

 AZU20 (01.10.13)
Da kommt man doch in Stimmung. LG

 TassoTuwas (03.10.13)
Beaudelaire war.
Jetzt ist Wilke!!
LG TT
Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram