Gewitter

Haiku zum Thema Natur

von  blauefrau

Licht zuckt in Wehen
aus zerrissenem Himmel
bricht die Nacht hervor


Licht zuckt in Wehen
am zerrissenen Himmel
Laut trommelt die Nacht

Kommentare zu diesem Text

chichi† (80)
(08.07.14)
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 niemand (08.07.14)
Mir kommt die erste Version stimmiger vor:
Bild der Geburt. Müsste es nicht "aus zerissenem Himmel"
heißen? Dann wäre das (aus)"brechen" passender.
Mit herzlichen Grüßen, niemand

 blauefrau meinte dazu am 09.07.14:
Ich kann mich noch nicht entscheiden zwischen aus und am.

 styraxx (13.07.14)
Mir gefällt die Version "am zerrissenen Himmel" deutlich besser. LG

 EkkehartMittelberg (22.07.14)
ich kann nicht sagen, dass eine Version stimmiger sei.
Es sind einfach unterschiedliche Impressionen.

LG
Ekki

 Nachtpoet (24.07.14)
Ist mir eine Spur zu poetisch für ein Haiku, sonst sehr gut!

LG Ralf

 unangepasste antwortete darauf am 24.07.14:
Die Poesie in den Worten ist für mich genau das, was dieses Gedicht ausmacht und was es von anderen Dreizeilern abhebt.

 Nachtpoet schrieb daraufhin am 24.07.14:
Ich habe mal gelesen, dass ein Haiku recht konkret geschrieben wird, so dass die Poesie nicht vermittelt wird, sondern beim Leser im Kopf entstehen soll. Für meinen Teil halte ich deshalb ein Haiku - auch wenn es wegen der Kürze leicht erscheint - für recht schwer zu schreiben, aber dieses ist schon sehr gut.

LG
(Antwort korrigiert am 24.07.2014)

 unangepasste äußerte darauf am 24.07.14:
Ich sehe es auch so. Haikus sind mit die schwerste Gedichtform, weil man auf winzigem Raum das Besondere, das eindringliche Bild oder das Aha-Erlebnis unterbringen muss. Hier ist das sehr gut gelungen, und zwar durch die poetische Sprache im Gedicht, die einen ungewöhnlichen Blickwinkel zeigt, weil sie unverbraucht ist.
(Antwort korrigiert am 24.07.2014)
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