Vergessene Träume

Text zum Thema Einsamkeit

von  Tafelwerk

Im Schein der Laterne sieht man seine Falten nicht.
Stumme Zeugen eines bewegten Lebens.
Tiefe Furchen durchziehen das früher fröhliche Gesicht.
Einst kräftige Hände vollbrachten große Taten, sind nun kraftlos im Schoß vergraben.
Eines Kämpfers Herz in dünner Brust, ertränkt, jede Faser gefüllt mit Angst und Verzweiflung.
Dort sitzt die arme Kreatur in sich zusammengesunken.
Die Kleider am Leib sind alles was ihm blieb.
Wie ist wohl ein Leben, was ist es, das ihn darin hält, wenn es niemanden gibt, der dich sieht, der dich liebt?

Eine Kerze brennt heute Nacht in meinem Fenster mit hellstem Licht, denn ich sah den Mann und vergaß ihn nicht.

Kommentare zu diesem Text

Graeculus (69)
(20.02.15)
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