Erinnerungen sind wie Sand am Meer - selbst Wochen später findest du noch ein Korn irgendwo

Gedanke zum Thema Erinnerung

von  CoraLie

Ich strecke meine Hand aus, warte, dass du zugreifst und dann renne ich mit dir fort. Durch die Sahara-Dünen bis ans Meer.
Der Sand klebt auf unserer Haut, reinigt uns von allem, was uns davon trennt, im Paradies zu bleiben. Irgendwann, es könnten Minuten oder Stunden vergangen sein, die wir nun Hand in Hand barfuss durch den glühenden Sand schreiten, bleiben wir auf einer Düne stehen. Hinter uns die Berge, vor uns das Meer und wir inmitten einer Sandwüste.
Die Faszination glitzert in deinen Augen.

Ich rolle mich die Düne herunter und warte unten auf dich. Sei mutig. Sei frei. Schmecke den staubigen, feinen Sand und atme die mit jedem Schritt salziger werdende Luft.
Wirf dich ins Meer, lass dich von Wellen bis nach Lummerland tragen.

Ich öffne ein leeres Marmeladenglas und konserviere Sand und Sonne und Luft und ein paar Tropfen Meerwasser. It smells like freedom, bitches.
Der Duft der Freiheit steht dir gut, er passt sich wie ein Accessoire an dein Erscheinungsbild an. Es scheint, als hättest du nie anders, nie nach Chanel no 5, gerochen.
Wir legen mit Steinen groß unsere Namen, damit die Saharawüsten-Berge-Meer-Insel uns nicht vergisst.
'Versprich mir, dass es niemals endet', frage ich vorsichtig und du ziehst mich in deine sonnengebräunten Arme.

Für eine kleine Ewigkeit bleiben wir so sitzen und sehen der Sonne bei ihrem täglich neu stattfindenden Kampf gegen die Dunkelheit zu; wir schwinden mit dem Zwielicht der Dämmerung und werden wieder zu dem, was wir sind.
Erinnerungen.

Kommentare zu diesem Text

Sätzer (77)
(21.04.15)
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JamesBlond (63) meinte dazu am 21.04.15:
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Sätzer (77) antwortete darauf am 21.04.15:
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