Lhieh 4: Jetztifizienz

Erörterung zum Thema Gegenwart

von  Jack

Dieser Text ist Teil der Serie  Dorcor

Das Jetzt jitzt: es bricht wahrerweise real ein (der Qualität nach wahr), ist wirklich (der Modalität nach gut), und geschieht einem einzelnen Bewusstsein (der Quantität nach schön). 


Vergeht das Jetzt, wird es zum allgemeinen Ereignis (der Quantität nach wahr), wirkt kausal auf das Später ein (der Relation nach gut), und limitiert den Möglichkeitspool an Ereignissen rückwirkend auf das, was geschehen ist (der Qualität nach schön).


"Das ist die Realität" bezeichnet somit im jitztenden Jetzt die Wahrheit der unmittelbar Seienden und durch den Singularitätspunkt in der Zeit vermittelten Punkt, der schon durch seine Feststellung entflieht und zum allgemeinen Ereignis der Vergangenheit, durch viele mögliche Perspektiven vermittelbar, entgleitet.


"Das Leben ist schön" bezieht sich im jitztenden Jetzt auf das direkte Erleben der Unmittelbarkeit der Zeit durch das Subjekt, und rückwirkend auf die Einzigartigkeit eines als beliebig unwahrscheinlich darstellbaren Ereignisses.


Das unmittelbare Erleben und die subjektive Reflexion über das Jetzt bilden den narrativen Spannungsbogen der Subjektivität. 


Intersubjektiv, kulturhistorisch, besteht die Narrativität der assertorisch festgestellten Ereignisfolgen in den Zusammenhängen zwischen subjektiven Perspektiven und dem gemeinsamen Bezug auf objektive Ereignisse und Folgen, welche wiederum mit dem metakulturellen ahistorischen Ding an sich der mathematischen und natürlichen Weltgesetze zusammenhängen.


Reduziert die Geschichtsschreibung objektive Ereignisse auf allgemeine Gesetzmäßigkeiten, verliert sich die kulturelle Relevanz der Historizität in abstrakter Beliebigkeit der Rückschau auf nicht realisierte unendliche Möglichkeiten (Geschichte als Experiment: diese Betrachtung wird in den entropische Welten simulierenden Zwischenwelten relevant).


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