Todesstrafe
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von Saudade
Kommentare zu diesem Text
Jeder Mensch, auch die größten Verbrecher, haben ein Recht auf Leben,
bringt er es fertig, dem Opfer eine Teilschuld anzudichten. Es wird nicht selten vergessen, dass nicht nur das Opfer sein Leben einbüßt, sondern die Angehörigen büßen auch das ihrige ein, zum Teil. Denn wer jemanden durch ein Verbrechen verloren hat, dem bleibt wenn, dann maximal ein halbes Leben
übrig. Diesen Schatten wird keiner sein Leben lang los. LG Irene
Man spricht es nicht allein dem Täter zu, sondern jedem Menschen.
Und, weil der Täter es dem Opfer absprach, wird er bestraft. Allerdings nicht mit dem Tod, weil er das Recht auf Leben hat.
So ist es, Irene. Die Schergen der NS-Zeit haben jedem das Leben abgesprochen, der nicht in ihre Ideologie passte. Mit der Todesstrafe sollte jeder sehr vorsichtig sein. Ein Grüppchen (Regierung) bestimmt dann, wofür jemand die Todesstrafe bekommen sollte. Dasist ebenso bedenklich.
Und, weil der Täter es dem Opfer absprach, wird er bestraft. Allerdings nicht mit dem Tod, weil er das Recht auf Leben hat.
So ist es, Irene. Die Schergen der NS-Zeit haben jedem das Leben abgesprochen, der nicht in ihre Ideologie passte. Mit der Todesstrafe sollte jeder sehr vorsichtig sein. Ein Grüppchen (Regierung) bestimmt dann, wofür jemand die Todesstrafe bekommen sollte. Dasist ebenso bedenklich.
Seit den 60ern des letzten Jahrhunderts kann man wissen, was Kali Yuga bedeutet: steter Zerfall des Geistes und Zunahme von Mord und Totschlag. Hat aber nur die Inoffiziellen interessiert. Und wenn ich heute in die Runde frage: "Welcher spirituellen Praxis folgt Ihr", gibt es nur irritierte Blicke. Was wollt ihr denn in eins zwei Jahrzehnten lamentieren, wenns noch bedeutend schlimmer ist? Da wird Euch keiner mehr fragen, welcher spirituellen Praxis Ihr folgt, da weiß man nicht einmal mehr was das sein soll.
Noch sind 10% gesund - also von den Praktizierenden, wobei ich nicht nur an Buddhisten denke. Aber versteht ihr Zwei denn noch, von was ich hier wieder mal rede, oder winkt ihr seit dem zweiten Satz ab,- hm?
Ich glaube, Maharishi Mahesh Yogi wars, der sinngemäß sagte, daß wenn 1o% transzendentale Meditation betreiben, die restlichen 90% wieder gesunden - das kenn ich auch aus anderen Quellen, beispielsw. aus der altchinesischen Heilpraxis: wenn 10% des Körpers gesund sind, erholt sich der Rest, vorausgesetzt, man ernährt sich entsprechend.
Aber klagen ist halt einfacher.
Ums nochmal drastischer auszudrücken: fehlt die innere Einkehr, so wird "dem-entsprechend" draußen bald kein Mensch mehr sein,- die bloße menschliche Form jedenfalls berechtigt nicht dazu, sich als solchen zu bezeichnen.
Noch sind 10% gesund - also von den Praktizierenden, wobei ich nicht nur an Buddhisten denke. Aber versteht ihr Zwei denn noch, von was ich hier wieder mal rede, oder winkt ihr seit dem zweiten Satz ab,- hm?
Ich glaube, Maharishi Mahesh Yogi wars, der sinngemäß sagte, daß wenn 1o% transzendentale Meditation betreiben, die restlichen 90% wieder gesunden - das kenn ich auch aus anderen Quellen, beispielsw. aus der altchinesischen Heilpraxis: wenn 10% des Körpers gesund sind, erholt sich der Rest, vorausgesetzt, man ernährt sich entsprechend.
Aber klagen ist halt einfacher.
Ums nochmal drastischer auszudrücken: fehlt die innere Einkehr, so wird "dem-entsprechend" draußen bald kein Mensch mehr sein,- die bloße menschliche Form jedenfalls berechtigt nicht dazu, sich als solchen zu bezeichnen.
@ Saudade
Ich halte mich wie alle an die Gesetze, dennoch würde ich persönlich
Abstand davon halten zu behaupten, dass jemandem der andere bestialisch ums Leben bringt ein moralisches Recht auf Leben zusteht. Nichtsdestotrotz halte ich mich an den Gesetzgeber, bin aber nicht bereit den Gutmenschen zu spielen, denn ein Spielen wäre das letztendlich, wenn ich das Gegenteil behaupten wollte.
Ich halte mich wie alle an die Gesetze, dennoch würde ich persönlich
Abstand davon halten zu behaupten, dass jemandem der andere bestialisch ums Leben bringt ein moralisches Recht auf Leben zusteht. Nichtsdestotrotz halte ich mich an den Gesetzgeber, bin aber nicht bereit den Gutmenschen zu spielen, denn ein Spielen wäre das letztendlich, wenn ich das Gegenteil behaupten wollte.
Wollen wir doch froh sein, dass der Begriff "Mensch" kein Begriff des Charakters ist oder einer geistigen Abweichung. Mord mit Mord sühnen, das macht den Henker zum Mörder. Nee, nicht gut.
@ Saudade
Wie ist das denn mit dem Krieg? Wenn man den Henker zum Mörder macht, wozu macht man denn dann den Soldaten? Und wie ist es dann mit dem Recht auf Leben? Apropos "Mensch kein Begriff des Charakters"? Wessen denn? Der Tatsache seines Körperbaus?
Macht einen Menschen nicht das aus, was er geistig, also außerhalb seines Körperbaus vollbringt? Wenn nicht, wäre er nicht mehr als ein Tier. Doch diese Bezeichnung kann der Spezie Mensch nicht verkraften. Ist es nicht so, das der schlechteste [charakterlich] Mensch immer noch besser ist als das beste Tier? Schön zurecht gelegt das,
obwohl letztlich irgendwo verständlich, weil es dem Erhalt der Art dient. Wäre es nicht so, könnte man den Menschen durchaus so bahandeln, wie er das/die Tiere behandelt.
Wie ist das denn mit dem Krieg? Wenn man den Henker zum Mörder macht, wozu macht man denn dann den Soldaten? Und wie ist es dann mit dem Recht auf Leben? Apropos "Mensch kein Begriff des Charakters"? Wessen denn? Der Tatsache seines Körperbaus?
Macht einen Menschen nicht das aus, was er geistig, also außerhalb seines Körperbaus vollbringt? Wenn nicht, wäre er nicht mehr als ein Tier. Doch diese Bezeichnung kann der Spezie Mensch nicht verkraften. Ist es nicht so, das der schlechteste [charakterlich] Mensch immer noch besser ist als das beste Tier? Schön zurecht gelegt das,
obwohl letztlich irgendwo verständlich, weil es dem Erhalt der Art dient. Wäre es nicht so, könnte man den Menschen durchaus so bahandeln, wie er das/die Tiere behandelt.
Leider habe ich momentan nicht viel disponible Zeit, möchte mich aber doch (relativ) kurz gegen Saudades Standpunkt richten:
1. Als Juristin kennst Du die Definition von Mord: Planung, Heimtücke, niedere Beweggründe.
Insofern ist die nach einem regulären Gerichtsverfahren mit Beweisaufnahme und allen Rechten des Angeklagten verhängte Todesstrafe keineswegs ein Mord!
2. Man sollte einmal die Frage bedenken, woher eigentlich Menschen ihre Recht auf Leben haben. Wer gibt es ihnen? Es steht ja nicht so, daß sie es deutlich erkennbar als Naturgabe mit sich herumtragen wie die Nase oder die Ohren.
Ich kenne zwei Antworten:
a. Gott als Schöpfer hat es ihnen verliehen (durch die Gottesebenbildlichkeit; vgl. Thora). Das ist ein schlechtes Argument: Einerseits ist es nicht plausibel für Un- und Andersgläubige, andererseits hat die Gottesebenbildlichkeit die Thora überhaupt nicht daran gehindert, Todesstrafen für verschiedene Delikte vorzuschreiben; das kann man dort nachlesen, sogar die Todesstrafe für Homosexuelle.
b. Menschen haben dieses Recht aufgrund eines stillschweigenden Gesellschaftsvertrages, dem jeder zustimmt, indem er sich entscheidet, in einer bestimmten Gesellschaft zu leben. Dieser Gesellschaftsvertrag besagt, knapp formuliert, daß jeder jedem die gleichen Recht zugesteht, die er für sich selber in Anspruch nimmt (Hobbes, Rousseau, Kant).
Es ist nun nicht einzusehen, inwiefern jemand, der einen anderen Menschen ermordet, also einen elementaren Bestandteil dieses Vertrages bricht, sich anschließend für seine eigene Person noch auf dieses Recht, diesen Vertrag berufen könnte. Denn er selber hat ein Recht auf Leben nur deshalb, weil jeder es hat und er selbst dies auch anerkennt. Insofern hat der Mörder sein Recht auf Leben verwirkt.
Selbstverständlich muß, daß er das getan hat, nicht durch Lynchjustiz, sondern in einem rechtsstaatlichen Verfahren festgestellt werden.
3. Das einzige Argument, das gegen die Todesstrafe spricht, ist die Unmöglichkeit, in ihrem Falle einen Justizirrtum zu revidieren.
Justizirrtümer kommen vor, und ein Rechtsstaat sollte mit dieser Möglichkeit rechnen. Deshalb sollte er niemanden hinrichten, nicht deshalb, weil jemand, der das Lebensrecht selbst eines Unschuldigen ignoriert hat, sich plötzlich als Schuldiger zu seinem eigenen Schutz darauf beruft.
Das mußte ich einfach sagen. Ganz kurz ist es dann doch nicht geworden.
1. Als Juristin kennst Du die Definition von Mord: Planung, Heimtücke, niedere Beweggründe.
Insofern ist die nach einem regulären Gerichtsverfahren mit Beweisaufnahme und allen Rechten des Angeklagten verhängte Todesstrafe keineswegs ein Mord!
2. Man sollte einmal die Frage bedenken, woher eigentlich Menschen ihre Recht auf Leben haben. Wer gibt es ihnen? Es steht ja nicht so, daß sie es deutlich erkennbar als Naturgabe mit sich herumtragen wie die Nase oder die Ohren.
Ich kenne zwei Antworten:
a. Gott als Schöpfer hat es ihnen verliehen (durch die Gottesebenbildlichkeit; vgl. Thora). Das ist ein schlechtes Argument: Einerseits ist es nicht plausibel für Un- und Andersgläubige, andererseits hat die Gottesebenbildlichkeit die Thora überhaupt nicht daran gehindert, Todesstrafen für verschiedene Delikte vorzuschreiben; das kann man dort nachlesen, sogar die Todesstrafe für Homosexuelle.
b. Menschen haben dieses Recht aufgrund eines stillschweigenden Gesellschaftsvertrages, dem jeder zustimmt, indem er sich entscheidet, in einer bestimmten Gesellschaft zu leben. Dieser Gesellschaftsvertrag besagt, knapp formuliert, daß jeder jedem die gleichen Recht zugesteht, die er für sich selber in Anspruch nimmt (Hobbes, Rousseau, Kant).
Es ist nun nicht einzusehen, inwiefern jemand, der einen anderen Menschen ermordet, also einen elementaren Bestandteil dieses Vertrages bricht, sich anschließend für seine eigene Person noch auf dieses Recht, diesen Vertrag berufen könnte. Denn er selber hat ein Recht auf Leben nur deshalb, weil jeder es hat und er selbst dies auch anerkennt. Insofern hat der Mörder sein Recht auf Leben verwirkt.
Selbstverständlich muß, daß er das getan hat, nicht durch Lynchjustiz, sondern in einem rechtsstaatlichen Verfahren festgestellt werden.
3. Das einzige Argument, das gegen die Todesstrafe spricht, ist die Unmöglichkeit, in ihrem Falle einen Justizirrtum zu revidieren.
Justizirrtümer kommen vor, und ein Rechtsstaat sollte mit dieser Möglichkeit rechnen. Deshalb sollte er niemanden hinrichten, nicht deshalb, weil jemand, der das Lebensrecht selbst eines Unschuldigen ignoriert hat, sich plötzlich als Schuldiger zu seinem eigenen Schutz darauf beruft.
Das mußte ich einfach sagen. Ganz kurz ist es dann doch nicht geworden.
Antwort geändert am 29.08.2025 um 16:17 Uhr
allen Rechten des Angeklagten verhängte Todesstrafe keineswegs ein Mord
NS-Gerichtsverhandlungen und deren Recht waren auch rechtens. Recht im Unrecht - gutes Buch.
Wohl alles richtig, Graeculus, aber ist es gut, dass es sowas gibt? Ich sage: "Nein."
@Irene: Krieg ist - mit Abstand - das Widerwärtigste auf der ganzen Welt. Das ist für mich Mord in reinster Form. Heißt nur anders.
Ich dachte, Du argumentierst rechtlich, nicht moralisch. Die rechtliche Argumentation ist ja schon schwierig genug, weil da Rechtspositivisten (die mit der Todesstrafe kein Problem haben, sofern sie denn geltendes Recht ist) gegen die Naturrechtler stehen, zu deren Standpunkt ich den Gesellschaftsvertrag zitiert habe.
Moralisch? Ja, welche Moral denn? Die Goldene Regel? "Behandle die anderen Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst!" Lieber Mörder, dann laß mal das Morden sein! Tust du es dennoch, dann hältst du dich nicht an eine Regel, auf die zu berufen dir dann nicht mehr gut ansteht; es wirkt sogar ein wenig lächerlich. Denn konsequent ist ja wohl: "Laß dich gefälligst so behandeln, wie du die anderen behandelt hast!"
Es gibt wohl noch eine höhere Moral, die des Sokrates: "Unter allen Umständen ist es besser, Unrecht zu erleiden, als Unrecht zu tun." So hat Sokrates das Todesurteil gegen ihn akzeptiert.
Nebenbei gesagt: Ohne Todesstrafe gäbe es kein Christentum. Denn wenn Jesus nicht dieses Opfer des Hingerichtwerdens auf sich genommen hätte ...
Moralisch? Ja, welche Moral denn? Die Goldene Regel? "Behandle die anderen Menschen so, wie du selbst behandelt werden willst!" Lieber Mörder, dann laß mal das Morden sein! Tust du es dennoch, dann hältst du dich nicht an eine Regel, auf die zu berufen dir dann nicht mehr gut ansteht; es wirkt sogar ein wenig lächerlich. Denn konsequent ist ja wohl: "Laß dich gefälligst so behandeln, wie du die anderen behandelt hast!"
Es gibt wohl noch eine höhere Moral, die des Sokrates: "Unter allen Umständen ist es besser, Unrecht zu erleiden, als Unrecht zu tun." So hat Sokrates das Todesurteil gegen ihn akzeptiert.
Nebenbei gesagt: Ohne Todesstrafe gäbe es kein Christentum. Denn wenn Jesus nicht dieses Opfer des Hingerichtwerdens auf sich genommen hätte ...
Ich argumentierte nicht rechtlich, hier war kein Platon, Kant oder Feuerbach. Im Grunde nur meine Ansicht.
Darf ich dich fragen: Bist du für eine Todesstrafe? Ganz habe ich es nicht durchblickt.
Ein Mord rechtfertigt keinen weiteren Mord. Es heißt dann nur anders. Im Übrigen, das super Totschlagargument: "Es macht den Ermordeten auch nicht wieder lebendig." Hätte nur die Funktion der Genugtuung.
Darf ich dich fragen: Bist du für eine Todesstrafe? Ganz habe ich es nicht durchblickt.
Ein Mord rechtfertigt keinen weiteren Mord. Es heißt dann nur anders. Im Übrigen, das super Totschlagargument: "Es macht den Ermordeten auch nicht wieder lebendig." Hätte nur die Funktion der Genugtuung.
Antwort geändert am 29.08.2025 um 18:10 Uhr
Ich bin gegen die Todesstrafe, und zwar aus dem genannten Grund: Es gibt so viele Justizirrtümer (in den USA auch innerhalb einer rassistischen Struktur), die man nach erfolgter Hinrichtung nicht revidieren kann.
Wenn man kontrafaktisch ganz, ganz sicher sein könnte, daß jemand kaltblütig einen Menschen ermordet hat, hätte ich bei seiner Hinrichtung den Eindruck: Die Folgen seines Handelns muß man tragen, und dir geschieht gemäß dem, was du getan hast; dir geschieht kein Unrecht.
Auf die rechtliche Ebene bin ich gekommen, weil Du geschrieben hattest, eine Hinrichtung sei ein Mord. Und das ist sie rechtlich nicht; Lynchjustiz ist Mord.
Moralisch gesehen, kann (!) man auf etwas verzichten, worauf man ein Recht hat. Möglicherweise bewirkt das manchmal (!) beim Täter sogar mehr als die Strafe.
Was lebenslange Haft bewirkt, steht auf einem anderen Blatt und hängt wohl von den Haftbedingungen ab. Ich erinnere mich an einen russischen Mörder und Häftling aus der Jelzin-Ära, der bei der damaligen Menschenrechtskommission des Präsidenten den Antrag gestellt hat: "Ich bitte um meine Hinrichtung." Das erschien ihm erträglicher.
Wenn man kontrafaktisch ganz, ganz sicher sein könnte, daß jemand kaltblütig einen Menschen ermordet hat, hätte ich bei seiner Hinrichtung den Eindruck: Die Folgen seines Handelns muß man tragen, und dir geschieht gemäß dem, was du getan hast; dir geschieht kein Unrecht.
Auf die rechtliche Ebene bin ich gekommen, weil Du geschrieben hattest, eine Hinrichtung sei ein Mord. Und das ist sie rechtlich nicht; Lynchjustiz ist Mord.
Moralisch gesehen, kann (!) man auf etwas verzichten, worauf man ein Recht hat. Möglicherweise bewirkt das manchmal (!) beim Täter sogar mehr als die Strafe.
Was lebenslange Haft bewirkt, steht auf einem anderen Blatt und hängt wohl von den Haftbedingungen ab. Ich erinnere mich an einen russischen Mörder und Häftling aus der Jelzin-Ära, der bei der damaligen Menschenrechtskommission des Präsidenten den Antrag gestellt hat: "Ich bitte um meine Hinrichtung." Das erschien ihm erträglicher.
Wenn man kontrafaktisch ganz, ganz sicher sein könnte, daß jemand kaltblütig einen Menschen ermordet hat, hätte ich bei seiner Hinrichtung den Eindruck: Die Folgen seines Handelns muß man tragen, und dir geschieht gemäß dem, was du getan hast; dir geschieht kein Unrecht.
Voll meine Meinung
Im Übrigen denke ich nicht, dies rechtlich, dass die Todesstrafe eine abschreckende Wirkung hat. Dies zeigt Amerika ganz gut.
Abschreckend wirkt die Todesstrafe nicht, aber mir zumindest geht es auch nicht darum. Ich habe den Gedanken: Um miteinander leben zu können, müssen wir einander respektieren, wir müssen respektieren, daß die anderen Menschen die gleichen Rechte haben wie man selbst. Und das gilt vor allem für das elementarste aller Rechte: das Recht auf Leben; ohne Leben sind ja alle anderen Rechte nichts. Mit jemandem, der das nicht kapiert, kann man nicht zusammenleben!
Das ist mein Gedanke, und der sitzt ganz tief bei mir.
Jemanden, der sich nicht an die elementarste Grundregel des gesellschaftlichen Zusammenlebens hält, muß man aus der Gesellschaft ausschließen.
Früher hat man sie auf eine Sträflingsinsel exportiert (z.B. Australien); auch das geht. In gewissem Sinne ist wohl auch ein Gefängnis so etwas wie eine Sträflingsinsel.
Vielleicht kann man sie "bekehren", resozialisieren. Da bin ich nicht sehr optimistisch.
Leben kann man mit ihnen nicht, solange sie bei ihrer Haltung bleiben.
Das ist mein Gedanke, und der sitzt ganz tief bei mir.
Jemanden, der sich nicht an die elementarste Grundregel des gesellschaftlichen Zusammenlebens hält, muß man aus der Gesellschaft ausschließen.
Früher hat man sie auf eine Sträflingsinsel exportiert (z.B. Australien); auch das geht. In gewissem Sinne ist wohl auch ein Gefängnis so etwas wie eine Sträflingsinsel.
Vielleicht kann man sie "bekehren", resozialisieren. Da bin ich nicht sehr optimistisch.
Leben kann man mit ihnen nicht, solange sie bei ihrer Haltung bleiben.
Bisher hat noch niemand gesagt, die Todesstrafe sei grausam. Das wäre nämlich zu vergleichen mit der Verurteilung zu lebenslänglicher Haft bei besonderer Schwere der Schuld und anschließender Sicherheitsverwahrung ... vor allem in einem russischen oder einem US-Gefängnis.
Über russische Haftlager habe ich kürzlich gelesen, daß man sie in "rote" und "schwarze" einteilt. In den roten foltern "nur" die anderen inhaftierten Verbrecher, in den schwarzen auch die Wärter.
Über russische Haftlager habe ich kürzlich gelesen, daß man sie in "rote" und "schwarze" einteilt. In den roten foltern "nur" die anderen inhaftierten Verbrecher, in den schwarzen auch die Wärter.
Eigentlich, die beste Lösung ist nach Amok die letzte Kugel für sich selbst, erübrigt Staatskosten.
Ich kann mich mit dem Gedanken nicht anfreunden. In meinem Haus wohnt ein Totschläger, der hat vor 30 Jahren seine Frau erschlagen, er war ein Trankler. Der geht immer mit dem Hund Gassi, wirkt sehr nett. Resozialisierung funktioniert durchaus. Beim Breivik denke ich, der sowieso nie wieder rauskommt, weil er komplett gestört ist und unfassbare Taten beging, fehlt bis dato jede Einsicht. Aber, was hätte es gebracht, ihn zu erschießen?
Doch, ich meine, sie ist grausam. In Amerika ging mal was schief, der Gefangene musste Höllenqualen erleiden. Das kam vor Gericht, weil es unmenschlich war. Fast schon absurd... unmenschliche Todesspritze.
Ich kann mich mit dem Gedanken nicht anfreunden. In meinem Haus wohnt ein Totschläger, der hat vor 30 Jahren seine Frau erschlagen, er war ein Trankler. Der geht immer mit dem Hund Gassi, wirkt sehr nett. Resozialisierung funktioniert durchaus. Beim Breivik denke ich, der sowieso nie wieder rauskommt, weil er komplett gestört ist und unfassbare Taten beging, fehlt bis dato jede Einsicht. Aber, was hätte es gebracht, ihn zu erschießen?
Doch, ich meine, sie ist grausam. In Amerika ging mal was schief, der Gefangene musste Höllenqualen erleiden. Das kam vor Gericht, weil es unmenschlich war. Fast schon absurd... unmenschliche Todesspritze.
Antwort geändert am 29.08.2025 um 18:31 Uhr
Antwort geändert am 29.08.2025 um 18:32 Uhr
In den USA muß man 30, 40 Jahre in einer Todeszelle auf seine Hinrichtung warten. Ist das nicht grausam? Dieses Hin- und Hergerissensein zwischen Hoffnung und Verzweiflung?
Das nenne ich Folter.
Eine "etwas komplizierte" Hinrichtung, wie sie gelegentlich vorkommt, erscheint mir da nicht als das größere Problem. Zumal jeder Tod qualvoll sein kann.
Hätte die Welt etwas verloren, wenn Breivik nicht mehr auf ihr wäre?
Ja, es gibt resozialisierte Mörder.
Ich habe mal in einer Dokumentation Interviews mit Mördern in einer Haftanstalt gesehen. Manche erschienen mir relativ normal und einsichtig. Sie hatten in einer ganz bestimmten Situation, unter ganz bestimmten Umständen, die sich aller Voraussicht nach nie wiederholen würden, gemordet.
Da habe ich über meine Prinzipien nachgedacht.
Übrigens: Könnten Umstände eintreten, unter den wir selbst zu Mördern werden würden? Ich fürchte, ja. Und erfahrene Kriminologen versichern, daß das für jeden Menschen gelte. Da betrügt man sich leicht selber.
Allerdings nähme ich dann auch die Strafe auf mich.
Das nenne ich Folter.
Eine "etwas komplizierte" Hinrichtung, wie sie gelegentlich vorkommt, erscheint mir da nicht als das größere Problem. Zumal jeder Tod qualvoll sein kann.
Hätte die Welt etwas verloren, wenn Breivik nicht mehr auf ihr wäre?
Ja, es gibt resozialisierte Mörder.
Ich habe mal in einer Dokumentation Interviews mit Mördern in einer Haftanstalt gesehen. Manche erschienen mir relativ normal und einsichtig. Sie hatten in einer ganz bestimmten Situation, unter ganz bestimmten Umständen, die sich aller Voraussicht nach nie wiederholen würden, gemordet.
Da habe ich über meine Prinzipien nachgedacht.
Übrigens: Könnten Umstände eintreten, unter den wir selbst zu Mördern werden würden? Ich fürchte, ja. Und erfahrene Kriminologen versichern, daß das für jeden Menschen gelte. Da betrügt man sich leicht selber.
Allerdings nähme ich dann auch die Strafe auf mich.
Antwort geändert am 29.08.2025 um 18:42 Uhr
Übrigens: Könnten Umstände eintreten, unter den wir selbst zu Mördern werden würden? Ich fürchte, ja.
Warum fragen sich eigentlich so wenige Menschen, ob sie die Suppe, die sie auslöffeln müssen, sich nicht selbst eingebrockt haben?
Es sind die unschuldig Leidenden, deren Schicksal mich berührt.
Das gilt übrigens auch für die Todesstrafe: Die unschuldig Hingerichteten sind das bzw. mein Problem, weswegen ich gegen die Todesstrafe bin - wo sie praktiziert wird, trifft sie oft Unschuldige.
Es sind die unschuldig Leidenden, deren Schicksal mich berührt.
Das gilt übrigens auch für die Todesstrafe: Die unschuldig Hingerichteten sind das bzw. mein Problem, weswegen ich gegen die Todesstrafe bin - wo sie praktiziert wird, trifft sie oft Unschuldige.
Antwort geändert am 29.08.2025 um 18:51 Uhr
Was meinst du genau?
Das zeigen ja oft nachträgliche DNA-Tests: Der Verurteilte war es gar nicht! Aber er wurde - vor allem, wenn er schwarz ist - mit allen möglichen Tricks zum Geständnis bewegt, damit ein Staatsanwalt bei der nächsten Wahl mit einer hohen Aufklärungsquote für sich werben kann.
Wir sollten uns Mordprozesse nicht idealisiert vorstellen.
Wir sollten uns Mordprozesse nicht idealisiert vorstellen.
Nein, keineswegs..Da ich beim Strafanwalt gearbeitet habe, muss ich etwas bemerken. Ich bewundere Anwälte. Während ich fast kotzte als ich den Baseballschlägermord an seiner Frau sah (Bilder im Akt), hörte er laut Chopin und schrieb an seonem Plädoyer
Nach deinem Erfolg, weiter so.
Teichi
Teichi