Ich war der Mond, du warst die Sichel.
Am Ende haben wir uns entzweit, zerstritten.
Doch einmal waren wir groß, und schön
wie ein Sommernachtshimmel: sternübersät.
Wir gingen tanzen, wir träumten, diskutierten, lachten.
Deine Augen legten in meine grüne Schatten.
Ich erkundete deinen Körper, die fremde Landschaft
und aus meinen Ängsten hast du Küsse gemacht.
Ich war der Mond, du warst die Sichel.
Und als du mich verlassen hast, hat sie mir die Atemluft abgeschnitten.
Wenige Monate darauf lernte ich ihn kennen, ihr kanntet euch
und den du zu deinen zähltest, wurde nun mein Freund.
Ich weiß, das ist unschön. Doch er hat mich wieder zusammengesetzt.
Wer von uns Beiden hat den Anderen mehr verletzt,
ist eine Frage des Egos, weil das Leben ist eine Straße.
Am Ende zählt all die Liebe, die wir zurücklassen.