
Der Stahlkoloss ragt in den Himmel,
ein steiler Pfad in die Schwerelosigkeit.
Unten tobt die Menge, oben herrscht absolute Stille.
Ein kurzer Blick, dann der Drop-in. Beschleunigung. Der Puls hämmert gegen die Rippen.
Die Kante greift, der Absprung – ein katapultartiger Satz ins Nichts. Plötzlich ist da nur noch Luft, dreifacher Flip, Grab, die Welt dreht sich wild. Spin to win.
Die Zeit scheint stillzustehen, während Sekundenbruchteile über Jahre des Trainings entscheiden. Ein kurzes Aufleuchten der Landelichter. Sauber.
Der Rider landet, jubelt, lässt den Adrenalinrausch raus. Das ist kein Sport, das ist Fliegen.
Das ist Big Air, die tollste Show im olympischen Zirkus...
MANCH SNOWBOARDER IST IM BIG AIR
ZWAR ZWEIFELLOS VOLL SPRUNGSICHER
DOCH EINE LANDUNG AUF DEM PO
ERREICHT SCHON KAUM PODESTNIVEAU...
Adrenalin pumpt. Absprung!
Zeit stoppt, während sich der Snowboarder in schwindelerregender Höhe dreht. Ein perfekt ausgeführter Trick, die Rotation stimmt. Das Publikum schaut gebannt.
Unten wartet der Landehang. Die Landung kommt – präzise, fast makellos. Doch im letzten Moment verliert er die Kontrolle.
Was als eleganter Abschluss
geplant war, endet in einer unfreiwilligen Landung auf dem Hosenboden.
Er rutscht so den Hang hinunter, Schnee spritzt, die Arme sind dennoch jubelnd oben - ein Sturz mit Stil.
Er grinst in die Kamera, während der Schnee im Nacken schmilzt. Das Publikum feiert ihn für den Mut und die fast perfekte Ausführung...