Abrechnung

Gedicht zum Thema Erinnerung

von  Teo

Lobeshymnen, laut und schallend

Huldigungen die bekunden

Das wir, auf die Knie fallend

Dir unendlich Dank noch stunden

Das war all die Jahre Pflicht

Heute machen wir das nicht

 

Deine Liebe, deine Gnaden

Sparsam gingst du um mit ihnen

Unter deinen Maskeraden

Spürten wir dich hämisch grienen

Doch uns fehlte Kraft und Mut

Heute spüren wir nur Wut

 

Rigoros, im Herrschaftsstile

Führtest du mit harter Strenge

Ohne Sinn und ohne Ziele

Eingehüllt in dunkle Enge

Alles dies, Vergangenheit

Heute ist für Fragen Zeit

 

Doch es ist genug gerichtet

Und die Feier soll beginnen

Torten werden aufgeschichtet

Enkel singen wie von Sinnen

In der Mitte von den Seinen

Sieht man Vater leise weinen

 

 



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Kommentare zu diesem Text


 niemand (08.02.26, 10:54)
Moin, Teo, bis auf die letzte Zeile, kann man Dein Gedicht auf so manches/manchen münzen. Die letzte Zeile ist dan quasi die "Pointe", wenn auch eine nicht so lustige. Egal mit wem man wie abrechnet, es wird immer einen geben,
der nicht so empfindet, oder nicht ganz so empfindet. Ich finde es gelungen.
Mit liebem Sonntagsgruß, Irene
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