Die Pille nach dir

Alltagsgedicht zum Thema Lebensweg

von  Moppel


 

Und wär ich am äußersten Meer,

dem Meer von unendlicher Nacht,

dann säh ich das Strahlen nicht mehr,

das Frühling stets funkeln uns macht.

 

Ich drehe die Dose und wende

die Pillen, die man mir verschrieb.

Die Neuropathie hätt ein Ende,

versprach man mir, nähm ich sie lieb.

 

Nur schwer kann ich mich überwinden,

der Schmerz doch quält mich jeden Tag.

Ich kann deinen Tod nicht verwinden.

Was der Rückennerv gar nicht so mag.

 

Sie wirkt auf die  Nerven und Psyche,

wer weiß, wie ich mit ihr dann bin?

Doch gehe ich grad in die Brüche.

Vielleicht macht die Pille ja Sinn?

 

Denn blieb ich am äußersten Meer,

dem Meer der unendlichen Nacht.

Dann säh ich das Funkeln nicht mehr,

das Frühling zu Leben uns macht,



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Kommentare zu diesem Text


 harzgebirgler (26.02.26, 18:49)
ich würde da den pillen schon vertrauen
auch um des frühlings funkeln neu zu schauen. :D :D

lg vom harzer

 Saira (26.02.26, 19:02)
Liebe Moppel,

dein Gedicht berührt mich tief. Die Worte, die du gefunden hast, spiegeln die Last wider, die du trägst, und den Schmerz, der sich wie ein endloses Meer anfühlt. Das Bild des "Meeres von unendlicher Nacht" und das Fehlen des "Strahlens" rufen eine tiefe Traurigkeit hervor, die mich an die Stille erinnern, die in solch einem Moment entstehen kann.

Ich spüre, wie du versuchst, zwischen Hoffnung und Schmerz zu balancieren – der Versuch, sich zu überwinden und den Weg in eine Art Heilung zu finden, der gleichzeitig so viel Angst und Unsicherheit mit sich bringt. 

Die Frage, ob die "Pille" Sinn macht, ist nicht nur eine Frage der Medizin, sondern auch der Seele, die sich zwischen Verzweiflung und dem Wunsch nach Frieden bewegt.

Inmitten des Schmerzes wünsche ich dir, dass du eines Tages wieder das Funkeln des Frühlings spüren kannst, das du in deinem Gedicht suchst. Auch wenn der Weg dorthin steinig ist, hoffe ich, dass du immer wieder Momente finden wirst, in denen sich der Frühling, das Leben, trotz allem, für einen Augenblick wieder zeigt.

Ich bin in Gedanken bei dir und wünsche dir viel Kraft auf diesem schwierigen Weg.

Saira

 Teo (26.02.26, 20:12)
Hallo Moni,
tja...wunderbar gereimt, aber es macht schon erschrocken und traurig.
Diese Entscheidung kann dir natürlich niemand abnehmen. Aber welche Alternativen hast du?
Liebe Moni, du hast noch einen langen Weg vor dir. Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Zuversicht.
Es grüßt
Teo
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