Langsam geht die Sonne rot unter. Die Vorhänge sind zugezogen. Im Bad tropft der Wasserhahn still vor sich hin.
„Vielleicht kannst du es so einrichten, dass deine Lippen sich um meine Eichel wölben.“
„Was? Nein, eher nicht.“
„Wieso denn nicht? Hast du da einen gewissen Vorbehalt?“
„Weil ich nicht will, deswegen nicht.“
„Und dann noch einen gewissen Unterdruck durch Ansaugen erzeugen.“
„Aber sonst geht`s dir gut. Du scheinst über Bluthochdruck auch im Hirn zu leiden.“
„Und wieso denn nicht, Liebling?“
„Nein heißt nein.“
„Aber wo bleibt da der Spaß?“
„Für wen.“
„Fotze.“
„Darüber lässt sich reden.“
Dann ziehen Wolken im Dämmer auf. Stare rufen und Amseln. Ein Rudel Rehe kreuzt still die Bundesstraße nach Norden.
© Rainer M. Scholz