Der Messerjockel kommt in der Nacht,
er hat einen schwarzen Bart;
sein Dingdong steht längst auf halb acht;
er hat auch Kinder gern.
Mein Imam jodelt da vorne
von der Zinne höchstem Hort;
die Christenmenschen hören`s nicht gerne,
und sie rufen: ich muss fort.
Messermesser immer besser
und auch tiefer
ins Gefleisch,
`rein die Wutz,
ich will`s noch härter
rammen in das Rotgeseich.
Mit Gekreuze kommt es da,
Forken, Feuer, Hakera,
brennen soll der Muselmane,
um den ist`s doch gar nicht schade,
glaubt ja auch an`s falsche Ding;
steckt den Teerpfahl in ihn `rin!
Kinder schreien, Frauen kreischen
und der Ölpreis treibt hinan -
das ist uns`re größte Sorge,
die Welt, sie schieße in den Wind.
Nur unser Geld
gebiert kein Kind.
© Rainer M. Scholz