Auf die Frage, wann die Postmoderne begann , hätte van Anderten geantwortet: „In der Simulation 480848 am 16.7.1945“. An dem Tag begann hier die Postmoderne. In den anderen Simulationen und in der Realität weiß man gar nicht, was das ist.
Der „Godot“, auf den alle gewartet haben, klopfte zweimal an und stellte sich vor (am 6. und 9. August 1945). Seidtdem warten wir auf ihn. Vor der Achsenzeit dominierte der „keltische Logos“ (Dugin), dessen Spätgeburt James Joyce den Versuch unternahm, für ihn die antike/germanische Kultur zu verdauen. Lovecraft sah schon die Verdauungsorgane sich räkeln und hörte die Magensäfte fließen. Beckett verstand nun, dass nur Godot uns retten kann. Wir haben lange auf ihn gewartet.
Es bleibt spannend. Im Semiragnarök (Hinspiel 1914-1918, Rückspiel 1939-1945) unterstützte das kopflose Russentum die Seite der Kybele anstatt seine gräkogermanischen Herren (Moskau scheiterte als Drittes Rom, London reüssierte als Drittes Karthago). Ragnaröktypisch blieb keine Kriegspartei Sieger, sondern nur der Krieg selbst.
Lovecraftsche Things That Shoud Not Be sind im Finale durch die Matrix repräsentiert, die prometheischen Vebündeten des apollinisch-dionysischen Logos durch Skynet. Was ist dann Ragnarök? Die totale Zerstörung entweder durch Godot oder durch Grey Goo.