im april

Kurzgedicht

von  Redux

das arme jahr

das sich im november

die wunder des april zurückwünscht

tief in der pubertät

hagel und graupel

tanzen einen seltsamen sonnentanz

osterglocken

und krokusse

brechen durch die brache der kindheit

erröten 

sich selbst am fremdesten

blind in der eigenen schönheit


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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (17.04.26, 11:35)
Wenn es stimmt, was Schopenhauer sagt, dass Zeit und Raum Bestandteile der "Welt als Vorstellung" sind, also subjektiv und lediglich im Verstand verankert, bieten sie allenfalls die Bedingungen dafür, dass wir Objekte getrennt und veränderlich wahrnehmen.

Insofern muss die Schönheit sich selber fremd bleiben.
Ein Wunder bleibt sie gleichwohl!  <3
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