Schmink mich jemand lebendig

Gedicht zum Thema Depression

von  Whanky931


Wieder das Unterdrücken von Emotionen,
Es beginnt von Neuem, ich kann es nicht leugnen,
Würd gern nie wieder unter Lebenden wohnen,
Halt die Action Cam auf mich um's zu bezeugen.

Herz pocht unaufhörlich, spür in den Ohren die Schläge,
Während du befreit bist, schau ich ob ich Leben erwäge,
Mein Körper angespannt träge, würd gerne chillen doch ich kanns nicht,
Hoff dass alles ganz bleibt oder alles zusammenbricht.

Diese Entscheidungslosigkeit und die Flucht in den Sätzen,
Doch würd ich eine treffen, würde das mein Großhirn zerfetzen,
Hoffe man formt mir bald ein Lebenswürdiges Leben,
Denn mein Mund formt hier nichts mehr außer gähnender Leere.

Lehrt mich weiteren Umgang mit eigentlich vertrauten Dingen,
Ich benutz das erlangte Wissen um nicht ganz zu verschwimmen,
Doch je weiter ich nachdenke über einen großen Sinn,
Desto weiter will ich schwimmen desto mehr will ich erblinden,
Desto mehr will ich vergessen wofür ich hier etwas tu,
Bald hab ich Jubiläum - toll - nur hört hier niemand meinen Ruf,
Was weiß ich schon zum Bezug dieser Realität,
Ich sehe Social Media Postings und denk mir dabei: Zu spät.

Einen Zaun gilt es zu überqueren, doch ich weiß nicht welchen,
In diesem Kleingartenverein gibt's mir einfach zu viele Grenzen,
Vielleicht hab ich bald den Mut, vielleicht geh ich bald bankrott,
Dann sind die Steine aus dem Magen vielleicht endlich in meinem Kopf.

Vielleicht hab ich bald den Mut, vielleicht gibt's 'nen großen Knall,
Vielleicht bilden lange Nächte eine Schlinge um mein' Hals.

Vielleicht hab ich bald den Mut, vielleicht, vielleicht, vielleicht,
Wer weiß.


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