Frühlingswald

Text

von  Nanna

Frühlingswald
Tu deine Sinne auf und lass den Lenz herein.
Der Frühlingswald, er lädt zum Atemholen ein.
Sieh, wie er wartet auch auf dich, drum komm nur bald,
tritt ein und spüre den Frühlingswald!
Aus tausend Knospen brach längst erstes grünes Laub.
Im schrägen Frühlicht flimmert kaum ein Fädchen Staub.
Der Specht am Stamm, er hämmert emsig, dass es schallt.
Ein Kuckuck ruft durch den Frühlingswald.
Auf totem Holz, da eilen Käfer hin und her
und unter morscher Rinde findest du noch mehr:
Gewürm zerlegt die blitzzerrissne Baumgestalt;
ihr Humus nährt nun den Frühlingswald.
Dort auf der Lichtung grast, wie hingemalt, ein Reh.
Die Sonne wirft goldfarbne Funken auf den See.
Und keine Hektik hält die Sinne mehr umkrallt,
dich hat verzaubert der Frühlingswald.



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