Der Haushalt, sagt Lisa, muss warten,
sie liest erst noch mehrere Schwarten,
die neulich von Amazon kamen,
vom Alltag gelangweilter Damen.
Die Wäsche, so Lisa, wäscht sich allein,
da muss schon mal niemand anwesend sein.
Die Einkäufe lässt sie sich bringen,
so kann jeder Tag gut gelingen.
Am Abend dann schreibt sie Gedichte,
und ab und zu auch 'ne Geschichte,
die so in ihren Romanen stand
und die sie überaus brauchbar fand.
Ihr Mann macht alleine die Knete,
das sichert auf Jahre das stete
gemütliche Hausfrauenleben.
Was kann es Bequemeres geben?
Und dennoch strengt dieses Leben sie an,
sie quengelt sehr häufig, bittet den Mann,
für eine Haushaltshilfe zu sorgen.
Bei ihr bleibt er jetzt oft bis zum Morgen.