Ein bisschen breit, ein wenig drall -
zu plump für eine Nachtigall?
Doch bleibt sie mutig auf der Spur
beim Üben der Koloratur.
Sie übt und übt, schafft manches tönlich,
auch wenn ihr Schnabel recht gewöhnlich
wird, wenn sie fern des Sanges spricht,
dann bricht die Krähe aus ihr, bricht
heraus und sucht was aufzugabeln,
denn ihre Leidenschaft heißt: Schnabeln!
Sie schnabelt hier, sie schnabelt dort,
sie schnabelt gern in einem fort
und schnabelt manchem, nicht zu knapp,
selbst Edelmut und Güte ab -
zieht dabei ordentlich vom Leder.
Dann schmückt mit Nachtigallen-Feder
sie sich und gurgelt, Ton um Ton,
Mensch und der Welt die Illusion
vor, Kunst sei nur, was sie vollbringt.
Wenn Täuschung Kunst ist,
unbedingt!