Prosecco zum Frühstück

Gedicht zum Thema Betrachtung

von  AnneSeltmann


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ich öffnete die flasche
als wäre der morgen ein versprechen
das noch niemand ausgesprochen hatte

 

die bläschen stiegen
wie kleine ängste
und zerplatzten
bevor sie jemanden verletzen konnten

 

ich trank
nicht aus durst
sondern aus der sehnsucht
alles ein bisschen leichter zu machen

draußen lachte die straße
als hätte sie mich schon immer gekannt
und ich legte die stadt in meine hände
so vorsichtig
wie man ein glas hält
das schon einmal gefallen ist

 

und irgendwo zwischen dem ersten schluck
und dem zweiten atemzug
wurde der morgen länger
als er sein musste

 



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Kommentare zu diesem Text


 niemand (10.02.26, 10:59)
Du hast die Thematik sehr gut in Dein Gedicht gelegt, liebe Anne.
Mehr brauche ich nicht zu sagen und nach einem Zerreden ist mir nicht.   ;)
Mit liebem Morgengruß, Irene
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