ich öffnete die flasche als wäre der morgen ein versprechen das noch niemand ausgesprochen hatte
die bläschen stiegen wie kleine ängste und zerplatzten bevor sie jemanden verletzen konnten
ich trank nicht aus durst sondern aus der sehnsucht alles ein bisschen leichter zu machen
draußen lachte die straße als hätte sie mich schon immer gekannt und ich legte die stadt in meine hände so vorsichtig wie man ein glas hält das schon einmal gefallen ist
und irgendwo zwischen dem ersten schluck und dem zweiten atemzug wurde der morgen länger als er sein musste
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Du hast die Thematik sehr gut in Dein Gedicht gelegt, liebe Anne.
Mehr brauche ich nicht zu sagen und nach einem Zerreden ist mir nicht. ;)
Mit liebem Morgengruß, Irene