Version 2 - Warum rotes Wachs nicht wie Kirschlollys schmeckt

Gedicht zum Thema Wahrnehmung

von  Whanky931

Die Scheuklappen sind endlos schwer,
Rauben jedoch keinen Nerv,
Sie helfen dem der gradlinig denkt,
Der Wuselkopf wird eingeschränkt.

Versieht man sich wird's unangenehm,
Man soll sich auf der Stelle drehn',
Chamäleons sind Fabelwesen,
Es hatte sie niemals gegeben.

Wer umher blickt und runter schaut,
Dem wird das Lebenslicht ergraut,
Wir stehen alle unter Strom,
Im Takt, im Takt, zum Metronom.

Doch ich steig auf durchs Blätterdach,
Brech durch die Barrikaden,
Ich kleide mich in bunte Tracht,
Ihr könnt euch an mir laben!

Seid ihr bislang auf Kriegsfuß gewesen,
Möchte ich euch hiermit den Frieden erklären,
Kommt raus aus dieser tristen Misere,
Das Leben hält mehr noch bereit zu erleben!

Ich schwör euch beim Leben,
Ich bin kein Dilettant!
Ich komm wie eben jeder,
Aus diesem einsamen Land.

Seht mich an, schaut umher, es gibt mehr zu entdecken,
Wer dem Metronom folgt, wird als Einzeller enden,
Schweift ab und genießt, bis es den Verstand raubt -
So verlasst ihr die Welt nicht buntlos aus Grau.

Und alle verstanden und fühlten und nahmen,
Es war die wohl schönste Ewigkeit,
Das Leben war endlich mal fehlerfrei,
Urlaub vorbei, zurück zur Arbeit.


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