Die kalte Spohie

Sonett zum Thema Kälte

von  Moppel


 

Sie kommt, wenn alles besser scheint,

die Frühlingsblüher uns entzücken,

kriecht eiskalt sie uns übern Rücken,

auch, wenn die Sonne weißlich scheint.

 

Die Heizung wurde abgestellt,

das Handtuch ist so klamm und nass,

dass keine Feuchtigkeit’s mehr fasst

und Graupel wirft sich in die Welt.

 

Wie unschön sie auch sei, die Lage,

sie kann uns nicht erschrecken,

Wir haben Hund und Kuscheldecken.

 

Wir lassen uns nicht runterziehen,

denn Sophies Zeit ist nur geliehen.

Sie hat nur die paar Tage.

 

(Im Rheinland nennt man die gesamten Eisheiligen „Die kalte Sophie- auf So betont)(.

 

 

 



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Kommentare zu diesem Text


 Saira (13.05.26, 13:20)
Moin Moppel,

dein Gedicht hat etwas wunderbar Alltägliches und Gemütliches.
Man friert direkt mit beim klammen Handtuch und dem Graupel draußen.  :)

Besonders mag ich aber den warmen Schluss mit Hund und Kuscheldecken.

Liebe Grüße
Saira

 Moppel meinte dazu am 13.05.26 um 13:24:
es ging mir hier auch um das Symbol der Kälte. Manche Menschen verbeiten eine Kälte, die erschreckt...besonders, wenn sie Macht haben. Ministerin Reiche empfinde ich so... danke, Saira und lG von M.
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