Die Wehmut von Dangast

Alltagsgedicht zum Thema Selbstbestimmung

von  Moppel


 

Und schliefe die Wehmut am äußersten Meer,

dann käm ich hierher, zu verweilen.

Die meine mit seiner zu teilen.

 

Erhöbe das Meer seine Wogen so hehr,

dann ließ ich mich fallen im Sand.

Ergriffe die Flut meine Hand,

 

als wärn wir Gefährten seit ewigen Tagen,

dann zöge sie, trüge mich ohne zu fragen

weithin bis zur offenen See.

 

Und ein Schal in den Farben

wie Frühling sie hat

flög im Wind übers tränende Watt.



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Kommentare zu diesem Text


 Morphea (19.05.26, 14:29)
Moin, 
Dangast am Abend bei Sonnenuntergang,wunderschön, wenn keine Touris mehr da sind. Da spürt man das Meer,die Gezeiten,die Weite und den Wind...dein Gedicht trifft die Sehnsucht und eben jene Wehmut die immer im Ozean mitschwingt

 Saira (19.05.26, 14:30)
Liebe Moppel,

dein Gedicht ist wie ein leiser Wind über dem Watt – getragen von Erinnerung, von Nähe, die bleibt, auch wenn der geliebte Mensch fort ist.

Die Flut, die deine Hand ergreift, und der Schal in Frühlingsfarben wirken wie stille Umarmungen, die uns sagen: Liebe endet nicht, sie trägt uns weiter.

Ein wehmütiges, aber auch wunderschönes Gedicht. 

Liebe Grüße
Saira
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