Die Sonne, den Zenit hat sie verlassen.
Für heute geht der Tag ganz sanft von Bord.
Es ist kein Gehen, es ist ein Verblassen.
Ein Hauch von Wind verweht ein Abschiedswort.
Ein Reiher hebt zum letzten Mal die Flügel.
Ein Fisch stupst eine Welle aus dem See.
Am Zaun ganz vorn entsteht ein Maulwurfshügel.
Dem Wandrer, der vorbeigeht, schmerzt ein Zeh.
Ich sehe alles dies mit leisem Staunen.
Die Sehnsucht schwebt herbei im Blütenflor.
Und aus den nahen Erlen hör ich ’s raunen:
der Nymphen summend Serenadenchor.
Manch Dichter stutzt und stockt vorm Weiterschreiben;
wer jetzt kein Wort mehr hat, der lässt es bleiben.