Nordgedanken

Erörterung zum Thema Erfolg

von  Didi.Costaire

Dieser Text ist Teil der Serie  Wie gesagt

Aus München, Dortmund, Stuttgart... - und vereinzelt

ein Hoffenheimer und ein Mann, der mainzelt.

Ach, unsre Nationalmannschaft ist eine

premierte Auswahl der Süd-/ Westvereine.

  

Im Norden aber müssen wir uns grämen.

Jetzt steht nicht mal ein Backhaus mehr in Bremen

im Tor, und -made wollte volle Kassen

und Werder, als er groß war, schnell verlassen.

  

Der HSV bleibt neuerdings bescheiden,

nach bibelesken sieben Jahren Leiden

und anderthalb Dekaden großer Flaute

als Nr. 1 der Fischkopp-Clubs mit Raute.

  

St. Pauli, für das Anderssein zu loben,

repräsentiert ja eh nicht die da oben.

Statt tumb die Deutschland-Hymne singt man lieber,

obwohl es sich nicht reimt, ganz andre Lieder.

  

Und dem VW-Team, sogenannten Wölfen,

ist selbst mit reichlich Mäusen kaum zu hölfen.

Sogar die einst'gen Autokunden dürsten

fast nur noch nach den langen Currywürsten.

  

In Braunschweig an des deutschen Fußballs Wiege

sind eigne Tore rar für Löwen-Siege.

Ein echter Knipser und ein Vorbereiter

wie Undav kickte einst in Eintrachts Zweiter...

  

So kann es sein, dass manche überlegen,

die hier und dort auch Nordgedanken hegen,

und insbesondre an der Nordseeküste

verspüren viele Menschen Nordgelüste.



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Kommentare zu diesem Text


 Alabanda (28.05.26, 07:16)
... die wackeren Helden **gg

 Didi.Costaire meinte dazu am 29.05.26 um 14:37:
Tja, man hat sich bemüht...  8-)

Danke und schöne Grüße,
Dirk

 Teo (28.05.26, 08:29)
Moin Dirk,
das ist interessant. Braunschweig....da fällt mir spontan der Name Ulsaß ein. Das war 1967 ein Novum...mit 47 Toren deutscher Meister. Übrigens....in der 2  Liga sind nur noch 2 Westvereine.
Wenn jetzt noch Dortmund absteigen würde....das wäre nicht schlecht. Dann wären sie zu dritt.
Sportliche Grüße 
Teo

Kommentar geändert am 28.05.2026 um 08:34 Uhr

 Didi.Costaire antwortete darauf am 29.05.26 um 14:44:
Stimmt Teo,

wenigstens die Zweite Liga wird nächstes Jahr sehr niedersächsich sein.

Es waren immerhin 49 Tore, und die Eintracht hat seinerzeit auch nur zwei Strafstöße erhalten. Damals wurde halt nicht jeder Pups geahndet... 

Zum Vergleich: Die Bayern haben sich in dieser Bundesliga-Saison 12 Elfmeter ergaunert, und zwei Stück alleine beim knappen 3:2-Sieg in der ersten Pokalrunde in Wiesbaden.

Danke und beste Grüße,
Dirk

Antwort geändert am 29.05.2026 um 14:59 Uhr

 Teo schrieb daraufhin am 29.05.26 um 14:59:
Jau, 49! Dir macht man nix vor!
Daumen hoch....!

 Didi.Costaire äußerte darauf am 29.05.26 um 15:19:
Die 49ers aus dem Harzvorland...

 willemswelt (28.05.26, 08:33)
Ja,wir hatten noch den kern`gen Uwe,der bieb treu der nord´schen Stuve-zu meiner Zeit,da wußten wir:wie Uwe sein,das ist Plaisier,
der alte `Halblinks`Willem

 Didi.Costaire ergänzte dazu am 29.05.26 um 14:57:
Moin Willem,

ja, das war Treue und Identifikation. Auch in seinen letzten Jahren war er immer noch regelmäßig bei "seinem" HSV auf der Ehrentribüne - und hat sich das sportliche Elend jener Zeit angeschaut. Einer wie er fehlte auf dem Platz.

Danke und beste Grüße,
Dirk

 plotzn (28.05.26, 09:12)
Zwischen Bundesliga und WM wurde es auch mal wieder Zeit für ein Fußballgedicht.

Danke für den Nordsspaß, Dirk!

Liebe Grüße
Stefan

 Didi.Costaire meinte dazu am 29.05.26 um 15:01:
Hallo Stefan,

weniger die Ereignisse waren mir ein Nordsvergnügen als das Erörtern in Reimform...

Danke dir und liebe Grüße,
Dirk

 klausKuckuck (28.05.26, 11:20)
Ich kann nicht mitreden, bester Dirk, vom Fußball habe ich keine Ahnung, du wirst schon recht haben.
Schönen Tag, Peter

 Didi.Costaire meinte dazu am 29.05.26 um 15:07:
Danke für das Vertrauen, Peter,
und beste Grüße,
Dirk

 Saira (28.05.26, 13:12)
Moin Dirk,

wenn schon Fußballleid, dann wenigstens mit Haltung, Kiezcharme und einem Stadion, das lieber eigene Lieder singt.

Allein dafür liebe ich St. Pauli.

Sehr gern gelesen.

Liebe Grüße
Sigi

Kommentar geändert am 28.05.2026 um 13:12 Uhr

 Didi.Costaire meinte dazu am 29.05.26 um 15:09:
Moin Sigi,

da sind der Verein und seine Anhänger*innen ganz weit vorne und das tut gut in einer Fußballwelt, in der vieles seltsam geworden ist.

Danke dir 
und liebe Grüße,
Dirk

 EkkehartMittelberg (28.05.26, 17:17)
Hallo Didi,
du redest es nicht groß,
mit Fußball ist im Norden nicht viel los.
Aber dafür grassiert im Norden
das sensationelle Morden.
LG
Ekki

 Didi.Costaire meinte dazu am 29.05.26 um 15:16:
Hallo Ekki,

wo sollte etwas auch besser grassieren als auf dem grünen Rasen?  ;)

Danke für deine Zeilen
und liebe Grüße,
Dirk

 Moppel (28.05.26, 18:04)
aber ich glaube, die können gut schwimmen im Norden...Grins von M.

 Didi.Costaire meinte dazu am 29.05.26 um 15:18:
und wenn doch einer untergeht, dann war das wohl Mord...

Danke und schöne Grüße,
Dirk

 GastIltis (31.05.26, 21:26)
Lieber Dirk, dein Fußball-Gedicht, das wahrlich ein Kenner-Gedicht ist, zeigt zumindest mir, wie weit es mit der Einheit unseres Vaterlandes inzwischen gediehen ist. Während vor dem Krieg (WK II) noch Mannschaften aus dem Osten (VfB Leipzig, Berliner Viktoria 1892, Hertha BSC, Dresdner SC) Deutsche Meister waren, und der Schwerpunkt wohl neben Nürnberg im Westen lag (Düsseldorf, Schalke), hatten wir nach dem Krieg immerhin zwei höchste Ligen, die zwar auch jeweils ein anderes Niveau hatten, aber immerhin hat die DDR einmal einen Europa-Pokalsieger gestellt und auch bei Olympischen Spielen einen Sieger (1976) und jeweils zweite und dritte Plätze belegt. OK, das waren damals noch Amateure, aber Fußball spielen konnten sie auch. Und damals durften noch keine dunkelhäutigen Akteure antreten. Das beste Beispiel war der Spieler Cherif Souleymane, der in der zweiten Liga spielte und beim Aufstieg für die Oberliga nicht zugelassen wurde. Dass er 1972 Afrikas Fußballer des Jahres wurde, sei hier nur noch einmal am Rande erwähnt.
Nebenher möchte ich noch darauf verweisen, dass Fußball mehr denn je ein Geschäft ist. Und wenn man denkt, mit Fingern auf eine Mannschaft wie RB Leipzig zeigen zu müssen, nur weil ein finanzstarker Investor dahinter steht, ist das unfair. Die Mannschaft hat sich von ganz unten bis in die Bundesliga hinauf gearbeitet. Das ist schon beispielhaft. Und Geld spielt nun mal die entscheidende Rolle. Und eine Region mit ihren Fans, die dies entsprechend annimmt. Mit Fingern auf andere zu zeigen, ist leicht. Traditionen vernünftig zu pflegen, eine ganz andere Sache. 
Also, gräm dich nicht, es kommen wieder bessere Zeiten. Hamburg lässt grüßen.
Herzlich Gil.

 Didi.Costaire meinte dazu am 01.06.26 um 23:51:
Moin Gil,

da fällt mir Ibrahim Sunday ein, Afrikas Fußballer des Jahres 1971, der bei Werder Bremen anheuerte, dort aber weder glücklich noch konkurrenzfähig war. Trotzdem verhalf Otto Rehhagel ihm als erstem afrikanischen Spieler zu einer Halbzeit in der Bundesliga.

Was RB anbelangt, hat sich das Unternehmen aus Österreich nicht von ganz unten emporgearbeitet, sondern dem SSV Markranstedt das Startrecht in der 5. Liga abgekauft.

Und die besseren Zeiten beim HSV sind relativ. Mir fallen da zwei Textzeilen des in Düsseldorf geborenen und lange Zeit in Hamburg gelebt habendem Marius Müller-Westernhagen ein: 

Ich steige herunter von meinem Thron.
Von besseren Zeiten bin ich nur der Sohn.

Danke für deinen inspirierenden Beitrag. 

Liebe Grüße, 
Dirk

Antwort geändert am 02.06.2026 um 19:36 Uhr

 GastIltis meinte dazu am 02.06.26 um 19:01:
Stimmt, Ibrahim Sunday, der Name ist mir auch noch geläufig, ebenso wie der von Roger Milla und einigen anderen, obwohl sie im Weltfußball damals überhaupt noch keine Rolle spielten. Schade eigentlich.

 Didi.Costaire meinte dazu am 02.06.26 um 19:41:
Milla hat bei der WM durchaus für Furore gesorgt, aber Afrika ist im Weltfußball immer noch unterrepräsentiert. 🤷‍♂️

Antwort geändert am 02.06.2026 um 19:56 Uhr

 TassoTuwas (02.06.26, 10:07)
Moin Dirk,

am Fußball hatte ich mal großen Spaß
im Volkspark spielte Werder gegen HSV
die gaben für ihre Städte richtig Gas
heute ist alles Business und große Schau
ob in der Veltins Arena oder im Iduna Park
im Keller sitzt ein Mann mit Zentimetermaß
vermisst acht Minuten zwei Zehenspitzen
da frag ich mich Leute was soll der Quark
und bleibe lieber zu hause sitzen  :D  !

Liebe Grüße
TT

 Didi.Costaire meinte dazu am 02.06.26 um 19:44:
Danke Tasso,

im Keller, da wird nicht gelacht,
doch werden dort Fakten gemacht.

Liebe Grüße, 
Dirk

 harzgebirgler (02.06.26, 13:04)
:) :)
trefflich bereimt & gern gelesen!

füllkrug, das 'stürmische' nordlicht,
ward aktuell aufgestellt nicht
für die wm von nagelsmann
doch gehört der dfb-elf an.

beste grüße,
henning

 Didi.Costaire meinte dazu am 02.06.26 um 19:58:
Moin Henning, 

Nur ein Saisontor ist nicht viel.
Das reichte für kein Länderspiel. 

Danke und schöne Grüße, 
Dirk
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