Ballade von den drei Dachdeckern

Text

von  Nanna

Ballade von den drei Dachdeckern

 

Der Kaschubek, der Kaschubek,

der weiß nicht richtig weiter.

Wie kommt er nun aufs Dach, o Schreck,

ganz ohne seine Leiter?

 

Sie ging entzwei durch sein Gewicht,

und zwar gleich alle Sprossen.

Die Knödel waren ein Gedicht,

die er zuvor genossen.

 

Der Freund, der noch beim Bierchen sitzt,

schaut harmlos in die Ferne

und grinst ein bisschen zu verschmitzt;

da sieht er plötzlich Sterne.

 

Sie rasen ihm im Kopf herum,

der Hieb, er hat gesessen.

Der Kaschubek, er lacht sich krumm:

„Du kritisierst mein Essen?“

 

Ein dritter Freund kommt schnell herbei

und will die beiden trennen,

bevor sie wegen Keilerei

noch ins Verderben rennen.

 

Er bietet seine Leiter an,

die ist nicht so lawede.

Ob er die zwei versöhnen kann?

Er hält noch eine Rede.

 

Obwohl er kein Gemüt erweicht,

beträgt man sich nun heiter,

sonst redet dieser Kerl vielleicht

noch ein, zwei Stunden weiter.

 

Die Leiter, die am Hausdach lehnt,

blickt auf die Dreierrunde.

Die spielt nun Skat. Die Leiter gähnt

und flüstert: „Faule Hunde!“



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